Erstellt am 18. Juli 2012, 00:00

Prominente als Praktikanten. SOMMERJOB / Neben Bürgermeister Rudi Geißler und Bezirkshauptmann Klaus Trummer schilderten auch weitere Promis aus dem Bezirk ihre Erfahrungen als Praktikanten.

VON SABRINA LÖSCH

OBERPULLENDORF / Ferienzeit ist auch Ferialpraxiszeit. Die BVZ hörte sich um, wo die Prominenten Arbeitserfahrung sammelten. Arbeiterkammer-Bezirksstellenleiter Markus Schrödl berichtet über seine Erfahrungen als Ferialpraktikant während seiner Schulzeit bei der Aluminium-Glasbau Firma Alu Sommer GmbH: „Im Grunde hatte ich Bürotätigkeiten zu erledigen, das war auf jeden Fall eine sehr positive Erfahrung als Schüler. Es war eine schöne und unvergessliche Zeit und ich würde jederzeit wieder dort arbeiten.“

Bürgermeister half auf der Baustelle aus

Eine ähnlich positive Erinnerung ist dem Bürgermeister von Oberpullendorf Rudolf Geißler im Gedächtnis geblieben. Ebenfalls sehr enthusiastisch erinnert er sich zurück: „Von meinem 16. bis 20. Lebensjahr war ich auf diversen Baustellen als Bauhilfsarbeiter tätig. Mein Vorteil dabei war, dass einige meiner Arbeitskollegen aus meiner Heimatgemeinde stammen. In jeder brenzlichen Situation konnte ich auf ihre Unterstützung zählen, und wenn ich nicht weiter wusste, halfen sie mir. Natürlich war es auch sehr angenehm, als Schüler etwas Taschengeld dazuzuverdienen, was in diesem jungen Alter wahrscheinlich der wichtigste Faktor ist.“

Eine Person, die solch eine einmalige Chance ergriffen hat und sie keineswegs bereut, ist Jutta Mohl, Leiterin der regionalen Geschäftsstelle des AMS Oberpullendorf. Begeistert berichtet sie über ihr einprägsames Erlebnis als Zimmermädchen in einem Kurhotel. „Dieser Sommerjob im Gastgewerbe ist eine Erfahrung, die ich in meinem Leben nicht missen möchte. Zwar war die Arbeit anstrengend, da ich die Hotelzimmer täglich reinigen musste und anschließend in der Waschküche tätig war, doch diese Arbeit hat mich sozusagen diszipliniert. Nach diesem Sommer wurde ich zur Musterschülerin. Ich lernte dadurch, mich zu benehmen und mir wurden die wichtigen Werte im Leben bewusst. Man sollte in so vielen verschiedenen Bereichen wie möglich arbeiten, um alles ausprobieren zu können. Ich finde so ein Ferialpraktikum ist total wichtig und kann es nur den Jugendlichen weiterempfehlen.“

Während ihres Studiums sammelte Vizebürgermeisterin Elisabeth Trummer erste Erfahrungen in der Arbeitswelt, indem sie nebenbei in einem Krankenhaus arbeitete. „Bei einem Praktikum lernt man den richtigen Umgang mit Menschen, es prägt die Persönlichkeit für die spätere Arbeit. Außerdem wird einem dadurch der Einstieg in die Arbeitswelt geöffnet“, so die Vizebürgermeisterin.

Bezirkshauptmann war mit Müllverband viel unterwegs

Auch Bezirkshauptmann Klaus Trummer kann sich noch gut an sein Ferialpraktikum beim Burgenländischen Müllverband, welcher damals noch auf den Bezirk bezogen war, erinnern. „In diesem Monat war ich sehr viel unterwegs und habe sehr viel gesehen. Teilweise habe ich Tätigkeiten im Büro kennengelernt. Die Erfahrungen, die ich dabei gesammelt habe, betrachte ich durchaus als positiv und kann es den Jugendlichen nur anraten, ihren Horizont zu erweitern, um eigene Erfahrungen zu sammeln.“

Zwar ist ein Ferialpraktikum eine lehrreiche Lektion fürs Leben, trotzdem hat nicht jeder diese Erfahrung gemacht, so wie Oberpullendorfs Stadtfeuerwehrkommandant Gerald Schmidt. „Während meiner Ausbildung in der Hauptschule war ich noch zu jung, um als Ferialpraktikant zu arbeiten und nach der Ausbildung der Polytechnischen Schule begann ich gleich eine Lehre. Es ergab sich keine Gelegenheit, einen Sommerjob anzunehmen.“

Ebenfalls keine Ferialpraxis im eigentlichen Sinn absolvierte Wirtschaftskammer-Regionalstellenleiter Stefan Kneisz als Karosseriebauer, er hat in der Firma seiner Eltern ausgeholfen. „Solch eine Arbeit ist mit einer Arbeit als Angestellter in einer Firma nicht vergleichbar, da die Arbeit, die wir zu Hause verrichteten viel anstrengender war. Man könnte sagen, dass ich doppelt so viel Arbeit hatte, als ich sie in einem sonstigen Betrieb gehabt hätte, doch es gehört sich, seine Eltern zu unterstützen.“