Erstellt am 04. Dezember 2013, 23:59

Prüfung ist durch. Bezirk / Die Umweltverträglichkeitsprüfung der Verlängerung der S 31 in Richtung der Staatsgrenze ist abgeschlossen.

Mit den Akten: Landesrat Helmut Bieler freut sich über die positive Umweltverträglichkeitsprüfung der B 61 a. Foto: zVg/Land Burgenland  |  NOEN, zVg/Land Burgenland

Abgeschlossen wurde die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für die B 61 a, der Verlängerung der S 31 in Richtung Staatsgrenze, ab dem Kreisverkehr Oberpullendorf.

„Die B 61 a bringt die gewünschte Verkehrsentlastung für 8.000 Personen in den Gemeinden Oberpullendorf, Frankenau-Unterpullendorf, Steinberg-Dörfl, Mannersdorf und Oberloisdorf. Die neue Landesstraße erhöht die Verkehrssicherheit und ist eine wirtschaftliche Aufwertung für die ganze Region“, so Straßenbaulandesrat Helmut Bieler.

Bund stellt 37 Millionen Euro zur Verfügung

Rund zwei Drittel des Verkehrs werden sich laut Prognosen aus den Ortschaften auf die B 61 a verlagern. Bieler: „Dieses wichtige Infrastrukturprojekt wird als zweispurige Landesstraße gebaut, der Bund stellt für die Finanzierung 37 Millionen Euro zur Verfügung. Der positive Abschluss der Umweltverträglichkeitsprüfung ist ein großer und wichtiger Schritt in Richtung Baustart.“

Da der Bescheid nun vorliege, werden nun die Trassverordnung und die Ausschreibung durchgeführt. 95 Prozent der Grundstücke seien im Zuge des laufenden Verfahrens bereits per Unterschrift übergeben, so Bieler. Er hofft, dass es keine Berufung gegen den UVP-Bescheid geben wird, dann könne der Baubeginn mit Frühjahr 2014 angesetzt werden. Die Bauzeit soll etwa zwei Jahre betragen.

Einsprüche gegen Bescheid sind möglich

Burgenlands Baudirektor Wolfgang Heckenast ergänzt: „Alle mit Parteienstellung haben die Möglichkeit, Einspruch zu erheben. Wir haben eine vierwöchige Einspruchsfrist.“ Falls es Einsprüche geben sollte, so werden diese zum Bundesverwaltungsgericht weitergeleitet.

Bereits im Vorfeld hatte sich in Rattersdorf Unmut über die Trassenführung geregt, da diese nicht bis zur Grenze führt, sondern kurz vorher ende. Damals hieß es aus dem Büro von Landesrat Bieler, dass man die Trasse nicht bis zur Grenze geführt habe, weil man Einsprüche der Ungarn gegen das gesamte Projekt verhindern wollte. Man sei aber mit den Ungarn in ständigen Gesprächen.

Küblböck: „Wir fordern endlich Nägel mit Köpfen“

ÖVP-Gemeinderat Gernot Küblböck wandte sich damals mit seinem Anliegen an die BVZ. Zur Umweltverträglichkeitsprüfung meint er: „Wir fordern endlich Nägel mit Köpfen. Das bereits Jahre andauernde, Hinhalten und Verweisen auf Verhandlungen mit den ungarischen Behörden muss irgendwann ein Ende finden.“

Es habe auch bereits ein diesbezügliches Gespräch mit dem Baudirektor Heckenast gegeben, jedoch ohne konkretes Ergebnis. Ein weiteres soll im Jänner des kommenden Jahres über die Bühne gehen. Heckenast meint: „Es ist irrsinnig schwer abzuschätzen, wie lange das dauern wird. Aber wir sind auf einem guten Weg.“

Lesen Sie zum Thema auch den aktuellen Kommentar von Elisabeth Tritremmel aus der Oberpullendorfer BVZ: