Erstellt am 29. Mai 2013, 00:00

Radfahrer sollen Ortskerne beleben. Tourismusprojekt / Durch verstärkte Beschilderung und Information sollen Radler verstärkt die Angebote in den Zentren nutzen.

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BEZIRK OBERPULLENDORF / Radfahrer sollen in Zukunft verstärkt in die Ortskerne der Gemeinden gebracht werden. Ein entsprechendes Projekt läuft derzeit beim Tourismusverband Blaufränkischland Mittelburgenland an. „In den 90er-Jahren hat man eher versucht, die Radfahrer aus den Orten hinauszubringen. Durch das Projekt sollen die Radler aber in die Orte gebracht werden“, so Dagmar Habeler, Geschäftsführerin des Regionaltourismusverbandes. Die Radler könnten dann in den Ortskernen etwa bei einem Heurigen eine Pause einlegen oder eine Ausstellung besuchen, führt sie weiter aus.

Wünsche der Gemeinden sollen auch berücksichtigt werden

Derzeit laufen noch die Gespräche mit den Gemeinden des Mittelburgenlandes, um deren Bedürfnisse genau zu erheben. Die Wünsche der Gemeinden sollen auch berücksichtigt werden, da in einigen Gemeinden bereits viel in Richtung Radtourismus gemacht wurde. Im Grundmodell für Gemeinden seien Radständer sowie überdachte Rastplätze vorgesehen, genauso wie ein Infostand in der Größe von zwei Mal eineinhalb Meter. „Dort werden neben ortstypischen Informationen auch regionsübergreifende zu finden sein“, erklärt Habeler.

Und auch interessante Details für Radler, wie etwa die nächste Möglichkeit, seinen Drahtesel reparieren zu lassen, sollen dort zu finden sein. 70 Prozent der Kosten werden gefördert, 30 Prozent sind als Eigenmittel der jeweiligen Gemeinde geplant. 330.000 Euro habe man als Förderungen von Land und Bund für das Projekt bewilligt bekommen, erzählt Habeler. Sie schätzt, dass etwa 15 Gemeinden teilnehmen werden. Je nachdem, wie viel an monetären Möglichkeiten es nach der Umsetzung des Grundmoduls gibt, gäbe es noch Erweiterungsmöglichkeiten wie etwa Trinkbrunnen, öffentliche Toiletten oder designte Rastplätze. Bis Ende Mai bzw. Anfang Juni sollen die Gespräche mit den Gemeinden abgeschlossen sein, danach folgen die Ausschreibungen, damit die Kosten erfasst werden können.

„Es ist gewünscht, dass heuer noch so viel wie möglich umgesetzt wird“, so Habeler. Endgültig abgeschlossen sein muss das Projekt im September 2014.