Erstellt am 12. November 2014, 07:02

„Storchenhaus“ wird in Berlin nachgebaut. Eine Kopie des von Terunobu Fujimori für Raiding entworfenen Hauses wird auf der Terrasse eines Hotels in Berlin gebaut.

Bei der Eröffnung des Storchenhauses in Raiding im Jahr 2012: Initiator Roland Hagenberg, Projektpartner Richard Woschitz, Vizebürgermeister Christian Zimmer, Bürgermeister Markus Landauer, der Japanische Botschafter Shigeo Iwatani mit Gattin, Lisztfestival-Intendant Eduard Kutrowatz, der Direktor des Museums für angewandte Kunst Christoph Thun-Hohenstein und die beiden Landtagsabgeordneten Werner Gradwohl und Rudolf Geißler.  |  NOEN, Roznyak

Das „Storchenhaus“ von Architekt Terunobu Fujimori soll in Berlin nachgebaut werden. Roland Hagenberg von der „Raiding Foundation“ erklärt auf Anfrage der BVZ: „Wir planen derzeit, das Storchenhaus als Modell eins zu eins auf der Terrasse eines großen Hotels in Berlin aufzubauen.“ Dies soll im Sommer des nächsten Jahres über die Bühne gehen.

Erster Bau des „Raiding Projects“

Das Storchenhaus ist der erste Bau des „Raiding Projects“, das Roland Hagenberg 2010 ins Leben gerufen hat. An der Architektur- und Kunstinitiative beteiligen sich insgesamt zehn japanische Architekten, die in Raiding jeweils ein Gästehaus entwerfen. Architekt Terunobu Fujimori besuchte für sein Projekt Raiding acht Mal und entwickelte dort das Design des „Storchenhauses“. Er arbeitete auch selbst beim Bau mit.

Das „Storchenhaus“ besteht aus zwei Wohnebenen mit einer Gesamtfläche von 37 Quadratmetern. Unten befindet sich ein multifunktionaler Raum mit integrierter Küche, Dusche, Toilette und einem offenen Kamin. Der Schlafbereich mit japanischen Futons ist im oberen Halbstock integriert. Der Bau wurde heuer mit dem „Österreichischen Innovationspreis Tourismus“ ausgezeichnet.

In fünf Jahren sollen alle Häuser stehen

Derzeit wird bereits am zweiten Projekt gearbeitet. Architekt Hiroshi Hara plant ein „atmendes“ Haus. Geschwungene Wände werden im Hara-Haus wichtige Designelemente sein. Diese sind auch typisch für den japanischen Architekten.

Binnen vier oder fünf Jahren sollen die noch fehlenden acht Häuser des „Raiding Projects“ in der mittelburgenländischen Listzgemeinde stehen.