Erstellt am 10. September 2014, 10:32

von NÖN Redaktion

Sorge um Weinlese. Weinwirtschaft /  Burgenlands Winzer macht der nasse Sommer zu schaffen. Auswirkungen auf Menge und Qualität sind möglich.

Jahrgang 2014. Das Geschick der Winzer ist heuer besonders gefragt. Regen, Hagel und Pilz setzten den Trauben dieses Jahr zu.  |  NOEN, BVZ

„Der nasse Sommer kann sich auf Qualität und Menge auswirken. Aber noch hoffen wir“, erklärt Wein-Burgenland Geschäftsführer Christian Zechmeister die Lage in den Weinbergen angesichts des nassen Sommers. „Die Gefahr ist, dass einige Trauben platzen, zu faulen anfangen und die benachbarten Trauben mitreißen“, so auch Landesrat Andreas Liegenfeld.

Auch Walter Kirnbauer, Präsident des Blaufränkischlandes, sieht den vielen Regen als sehr gefährlich an. „Einzelne Beeren beginnen zu faulen, speziell der Zweigelt. Der Blaufränkisch fault nicht, dieser sieht heuer sehr gut aus. Wir hoffen, dass es jetzt trocken bleibt. Denn die Beeren haben sich sehr angesoffen. Jetzt ist viel Arbeit angesagt, denn wir müssen die verfaulten Beeren abtragen. Wenn man die verfaulten Beeren miterntet, ist der Geschmack des Endproduktes nicht ideal“, so Kirnbauer.

"Ich bin sehr zuversichtlich"

Albert Moritz vom Weingut Moritz aus Horitschon schmerzt jeder weitere Regentropfen. „Wenn es in den nächsten Tagen viel regnet, saugen sich die Trauben mit Wasser an. Speziell bei den Sorten Zweigelt und St. Laurent können die Trauben wässerig werden. Dann faulen die Trauben und die Qualität leidet darunter“, so Moritz.

Das Weingut Juliana Wieder aus Neckenmarkt mit Kellermeister Georg Wieder ist noch sehr optimistisch. „Es sollte jetzt nicht mehr viel regnen, denn nur aus gesunden Trauben kann man guten Wein machen. Jedoch bin ich sehr zuversichtlich, wenn das Wetter weiterhin sonnig und trocken bleibt“, erklärt Wieder.