Erstellt am 19. November 2014, 09:41

von NÖN Redaktion

Neue Strategien für Region. Der Förderverein mittelburgenland plus hat die Weichen für die Förderperiode bis 2020 gestellt.

Neu aufgestellt: Obmann Christian Vlasich, Stellvertreter Rudolf Geißler und Heidi Drucker erarbeiteten mit der Region die Schwerpunktthemen für die nächste Förderperiode.  |  NOEN, zVg

272 Projekte mit einem Gesamtfördervolumen von 4,472.384 Euro wurden in der Förderperiode 2007 bis 2013 vom Förderverein mittelburgenland plus zur Förderung empfohlen und damit Gesamtinvestitionen von rund 13 Millionen Euro in die Region ausgelöst. „Wirklich jede Gemeinde hat davon profitieren können“, unterstreicht mittelburgenland plus-Obmannstellvertreter Rudolf Geißler.

Nun hat man die Weichen für die Förderperiode 2014 bis 2020 gestellt. Denn die Region Mittelburgenland hat sich mit dem Verein mittelburgenland plus wieder um die Teilnahme am Leader-Förderprogramm beworben. Eine Entscheidung seitens des Ministeriums, welche der bewerbenden Regionen teilnehmen können und wie deren Förderbudgets aussehen werden, wird Mitte nächsten Jahres erwartet. In Vorbereitung dieser Bewerbung und der neuen Periode wurden in Klausuren, Workshops und persönlichen Gesprächen die Hauptthemen bzw. Aktionsfelder für die nächste Förderperiode bestimmt, nämlich: 1) Wertschöpfung steigern, 2) natürliche Ressourcen und kulturelles Erbe festigen und weiterentwickeln sowie 3) Gemeinwohl-Strukturen und Funktionen stärken.

Im Sinne dieser Aktionsfelder möchte mittelburgenland plus die Schaffung von neuen Beschäftigungsmöglichkeiten aber auch bestehende Betriebe unterstützen, Naturtourismus als zukunftsfähiges Standbein für den Tourismus zu entwickeln und regionale Produkte stärker zu verankern. Außerdem sollen Natur- und Umweltbewusstsein gestärkt, die verschiedenen Volksgruppen sichtbar gemacht und die kulturelle Vielfalt und Mehrsprachigkeit gepflegt werden. Ein wichtiges Ziel ist es auch, die Lebensqualität von Jungfamilien und Müttern zu steigern und die von älteren Menschen abzusichern.“ Auch niederschwellige Bildungsangebote und erfolgreiche interkommunale Kooperationen stehen im Fokus.

Impulse geben, Entwicklungen begleiten

„Wir wollen auch Impulsgeber sein“, betont Obmann Christian Vlasich. Und Geschäftsführerin Heidi Drucker erläutert: „Regionalentwicklung bedeutet für uns nicht nur Fördermittel auslösen, sondern auch bei Entwicklungen zu unterstützen. Das hat viel mit vernetzen und Kooperationen aufbauen zu tun.“

Ideen für solche impulsgebenden Projekte in der kommenden Periode sind zum Beispiel die Unterstützung des Breitbandinternetausbaus in den Gemeinden oder die Etablierung von einem „Kuchlgarten“ in den Kindergärten/Volksschulen.