Erstellt am 27. Februar 2013, 10:33

Rettungsaktion für Kino. Auf Facebook / Zwei Initiativen wurden von Bürgern gestartet, um das Kino vor der angekündigten Schließung zu bewahren.

OBERPULLENDORF / Wie die BVZ Anfang Jänner exklusiv berichtete, wird das Kino Oberpullendorf im Sommer seinen Betrieb einstellen. Mittlerweile wurden auf Facebook zwei Rettungsaktionen zum Erhalt des Kinos gestartet (siehe auch Zitate rechts).

Patenschaften und  Förderungen diskutiert

„Alle retten Schwedenbomben, warum retten wir nicht das Kino Oberpullendorf? Jede Veranstaltung ausverkauft, da überlegt Oliver vielleicht nochmals“, hieß ein Aufruf vorige Woche auf der Facebook Fanseite des Kinos Oberpullendorf, was mittlerweile über 430 Personen mit „Gefällt mir“ quittiert haben. Diskutiert wurde dabei auch darüber, ob es seitens der Politik nicht Förderungen für das Kino geben könnte.

Am Sonntag in der Früh wurde dann die Aktion „Rettet das Kino OP“ ebenfalls über Facebook gestartet. Die Initiatoren riefen mit folgenden Worten zu einer „fiktiven“ Veranstaltung auf: „Das Kino Oberpullendorf steht kurz vor der Schließung. Durch Deine Zusage an der Veranstaltung, kannst Du Deinen Unmut darüber kundtun. Vielleicht können wir gemeinsam etwas bewirken, sodass sich noch eine Lösung findet.“ Am Dienstag Vormittag, also nur zwei Tage nach dem Aufruf, gab es bereits über 1.000 Zusagen.

Dazu wurde auch ein Alternativ-Vorschlag eingebracht: „Wir übernehmen gerne für zumindest ein Jahr lang die Patenschaft für monatlich zwei Sitzplätze a 7,5 Euro – Bezahlung gerne für zumindest ein Jahr im voraus“, meinte ein Unterstützer dieser Initiative.

Über den massiven Einsatz der Leute für das Kino nach seiner Ankündigung dieses mangels entsprechender Besucherzahlen schließen zu müssen, freut sich Kinobesitzer Oliver Treiber. „Ich finde das sehr positiv. Es taugt mir, dass sich die Leute überlegen, wie sie mir helfen können und sie meinen, dass das Kino nicht sterben darf“, betont Treiber. Sollten künftig die Leute ins Kino strömen und eine entsprechend hohe Frequenz vorhanden sein, könne man die Zukunft des Kinos nochmals überdenken.