Erstellt am 23. April 2014, 09:38

Römer im Anmarsch. Historisches Experiment / Oberpullendorf ist Ausgangsort für Mitglieder von Römergruppen für einen Fußmarsch nach Carnuntum.

"Römer zum Anfassen": Michael Mezgolits, im Bild in Rüstung und mit Marschgepäck, ist einer der Teilnehmer am Experiment. Foto: zVg  |  NOEN, zVg

Eine Strecke von 140 Kilometern in sieben Tagen, in genagelten Sandalen, einer authentischen Rüstung eines römischen Soldaten sowie mit 38 Kilogramm schwerem Marschgepäck: Es ist ein ganz besonderes historisches Experiment, das ein Dutzend Fans der römischen Geschichte aus Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg und Bayern samt zwei Pferden durchführen.

„In so einem Umfang machen wir dies zum ersten Mal“

Sie haben Oberpullendorf als Ausgangsort gewählt. „Wir wollten eine antike Straße nutzen, da hat sich die römische Bernsteinstraße angeboten“, erzählt Mitwirkender Michael Mezgolits. Tagesmärsche sind für Römergruppen wie die Legio XV Apollinaris Choros I von Mezgloits nichts Neues.

„In so einem Umfang machen wir dies zum ersten Mal“, erklärt Mezgolits. Man wolle testen, welche Strapazen die Soldaten bei ihren langen Routen durchs römische Reich auf sich nehmen mussten. Ziel ist am 14. Juni der Einzug beim Römerfest in Carnuntum.

Start ist am 7. Juni morgens in Oberpullendorf, von wo es nach Kobersdorf geht. „Wir wollen so weit als möglich unbefestigte Wege gehen. Entlang der Schnellstraße gehen interessiert uns nicht, das macht keinen Spaß“ so Mezgolits. Schon am 6. Juni werden die „Römer“ am Veranstaltungsplatz in Mitterpullendorf ihr Lager aufschlagen, wo sie sich über interessierte Besucher freuen, um ihnen das Leben eines römischen Soldaten des ersten Jahrhunderts realitätsnahe zu vermitteln.