Erstellt am 25. Mai 2016, 06:04

von NÖN Redaktion

Seit 2000 um 45 Milchbauern weniger. Im Bezirk gibt es immer weniger Milchbauern, auch die Zahl der Milchkühe geht zurück.

Jungbauern laden ein: Am 5. Juni wird in ganz Österreich zum Tag der offenen Bauernhoftür geladen. Dabei kann man auch einige Milchbetriebe besichtigen. Bauernbundobmann Niki Berlakovich stellte die Initiative gemeinsam mit dem neuen Landesobmann der Jungbauern, Martin Öhler, vor.  |  NOEN, zVg

"In den vergangenen fünfzehn Jahren ist die Anzahl der Kühe im Bezirk stark zurückgegangen",führt Johann Eichberger, Leiter des Landwirtschaftlichen Bezirksreferates, aus.

Im Dezember 2015 wurden etwa 550 Milchkühe gehalten, 2010 waren es noch 605. Dabei sei eine Steigerung bei den Mutterkühen, bei denen die Milch ausschließlich für die Kälberaufzucht verwendet wird, zu sehen, sowie ein Rückgang bei den Milchkühen, führt Eichberger weiter aus.

Und gab es im Jahr 2000 noch 60 Milchlieferanten im Mittelburgenland, so sind es heute nur mehr 15.

2,5 Millionen Kilogramm Milch pro Jahr

Im Bezirk Oberpullendorf finden sich vor allem im Raum Unterfrauenhaid, Ritzing und Lackendorf milchproduzierende Betriebe. „Es gibt eine Handvoll Betriebe, die davon leben können“, so Eichberger.

Die anderen Betriebe sind entweder landwirtschaftliche Nebenerwerbsbauern oder sie sind auch in anderen Betriebszweigen wie etwa Ackerbau aktiv. Abnehmer für die etwa 2,5 Millionen Kilogramm Milch, die im Bezirk pro Jahr produziert werden, ist die MGN (Milchgenossenschaft Niederösterreich).

Einige Betriebe verarbeiten die Milch zu diversen Produkten und haben einen Ab – Hofverkauf eingerichtet, führt Eichberger aus.

Milchprodukte auf Spitzenniveau

Damit aus der Milchviehhaltung auch ein zufriedenstellendes Einkommen erzielt werden kann, ist es notwendig, auch eine gute Leistung pro Milchkuh zu erzielen. Die jährliche Milchleistung pro Kuh beträgt heute etwa 7.000 Kilogramm, rechnet Eichberger vor.

Probleme bereitet den Milcherzeugern derzeit der niedrige Milchpreis. Dieser liegt für konventionelle Milch bei zirka 26 Cent pro Kilogramm (ohne Mehrwertsteuer) und ist auch abhängig vom Fett– und Eiweißgehalt.

Für Biomilch erhalten die Bauern einen Preis von zirka 40 Cent pro Kilogramm. „Der Anteil von Biomilch an der gesamten Milchmenge des Bezirkes wird auf zirka 40 Prozent geschätzt“, meint der Leiter des Landwirtschaftlichen Bezirksreferates.

Auch Agrarlandesrätin Verena Dunst meinte anlässlich des Besuches eines Milchzuchtbetriebes im Südburgenland: „Unsere heimischen Milchwirtschaftsbetriebe erzeugen Milchprodukte auf Spitzenniveau.“