Erstellt am 26. Februar 2014, 23:59

Sieben Anfänger und eine Schule weniger. Bezirk Oberpullendorf /  Wenn sich an den Schülerzahlen nichts mehr ändert, wird die Volksschule in Weingraben stillgelegt.

Im kommenden Schuljahr 2014/2015 wird es im Mittelburgenland eine Schule weniger geben. „Es handelt sich um die Volksschule in Weingraben“, führt Bezirksschulinspektor Reinhard Goger aus. Die Schule wird aber nicht geschlossen, sondern stillgelegt, da es sich um eine zweisprachige Volksschule handelt.

Weingrabens Bürgermeister Peter Kohlmann (SPÖ) erklärt auf Anfrage der BVZ, dass er bis dato noch keine offizielle Benachrichtigung darüber erhalten habe, dass die Schule stillgelegt wird.

„Mit vollstem Einsatz dagegen gekämpft“ 

„Ich habe mit vollstem Einsatz gegen die Stilllegung gekämpft und versucht, auch ein Angebot an die Schüler und Eltern in den umliegenden Gemeinden zu machen“, so Kohlmann. Man habe nämlich versucht, die Schule verstärkt auf Technik auszurichten. „Aus meiner Sicht kommt eine Stilllegung einer Schließung gleich“, so Kohlmann.

Auch für Weingrabens Vizebürgermeisterin Bernadette Gsertz (ÖVP) ist es sehr schade, dass die Schule stillgelegt wird. „Aufgrund der Größe und auch aufgrund der guten pädagogischen Betreuung konnte in unserer Schule sehr intensiv und erfolgreich, vor allem auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmt, unterrichtet werden. Die Zweisprachigkeit der Weingrabener Schule war neben der Größe ein geschätzter Vorteil. Weiters profitierten die Kinder durch die räumliche Nähe zum Kindergarten“, so Gsertz.

Das Stilllegen der Schule bedeutete weiters auch einen Verlust in kultureller Hinsicht für Weingraben, so die Vizeortschefin.

Im gesamten Bezirk Oberpullendorf werden nach derzeitigem Stand im kommenden Jahr 309 Schülerinnen und Schüler den „Ernst des Lebens“ beginnen. „Im Schuljahr 2013/2014 hatten wir im Bezirk 316 Schulanfänger, also haben wir in diesem Jahr sieben weniger, das ist nicht so gravierend“, so Bezirksschulinspektor Goger.

Lesen Sie dazu den Kommentar von Michaela Grabner aus der dieswöchigen Oberpullendorfer BVZ: