Erstellt am 03. August 2011, 00:00

Sonnige Bilanz für Juni. TOURISMUS / Der Juni bescherte ein Nächtigungsplus von 20 Prozent. Das Schlechtwetter im Juli brachte viele Thermengäste.

Badespaß auch bei Schlechtwetter: Selbst wenn es draußen regnet, kann man in der Sonnentherme nach Herzenslust baden. SONNENTHERME  |  NOEN
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VON MICHAELA TANZLER UND

ELISABETH TRITREMMEL

BEZIRK / Über ein Nächtigungsplus von 20 Prozent im Juni 2011 im Vergleich zum Vorjahr darf sich die Region Mittelburgenland freuen. Burgenlandweit gab es im Juni ein Plus von 16,4 Prozent und im Vergleichszeitraum Jänner bis Juni ein Plus von 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Eva Stifter vom Tourismusverband Blaufränkisch Mittelburgenland führt dies einerseits auf die vielen Feiertage im Juni zurück, andererseits aber auch auf die gute Arbeit, die in der Region geleistet wurde. Das spricht natürlich für die Betriebe und den Bezirk freut sich Stifter.

Es gibt kein schlechtes  Wetter, nur Thermenwetter

 

Obwohl auf den sonnigen Juni im Juli Regen folgte, hat die Schlechtwetterperiode die gute Entwicklung im Tourismus nicht trüben können. Aus meiner Sicht ist der Juli heuer ein gutes Geschäft. Die Gäste sind vermehrt gekommen als das Wetter schlechter wurde. Je mehr es regnet in Österreich, umso mehr kommen in die Therme, berichtet Stifter, selbst Hotelier in Lutzmannsburg. Und betont: Bei uns im Sonnenland gibt es kein schlechtes Wetter, nur Sonnenschein oder Thermenwetter.

Dies bestätigen die Besucherzahlen der Sonnentherme. Wir spüren das schlechte Wetter sehr stark. Die Besucherzahlen in der Sonnentherme sind in dieser Schlechtwetter-Woche im Gegensatz zur selben Woche im Juli des Vorjahres stark angestiegen, erklärt Bettina Klawatsch, Assistentin der Geschäftsführung in der Sonnentherme. Auch Hotelier Günter Kurz, der in Lutzmannsburg ein Thermenhotel betreibt, sieht im Schlechtwetter einen Vorteil für die Thermendestination. In unser Hotel in Oberpullendorf kommen die Leute sowieso aus anderen Motiven, erklärt Kurz. Der August ist prinzipiell nicht schlecht gebucht, seit einer Woche kommen laufend Buchungen herein.

Doch auch außerhalb von Lutzmannsburg ist man trotz der Schlechtwetterperiode mit der Buchungslage zufrieden. Wir hatten keine Einbußen durch das Schlechtwetter, keine einzige Stornierung, erklärt Elisabeth Brandl von der Urlaubsoase Karl. Wir haben versucht, jeden Tag etwas Neues und Spannendes zu bieten und den Leuten das passende Alternativangebot zu machen, zum Beispiel Museumsbesuche oder Ausflüge.

Selbst bei der Sonnenland-Draisinentour ist nur ein einziger Betriebstag komplett ins Wasser gefallen. Der Juli war aufgrund des Schlechtwetters zwar etwas schlechter als im Vorjahr, aber sonst hat es eigentlich gepasst. Die Buchungslage ist gut, auch wenn oft sehr kurzfristig gebucht wird. Wir sind ähnlich wie im Vorjahr unterwegs, so Waltraud Strobl von der Draisinentour, die im Vorjahr 37.800 Besucher auf die Bahnstrecke zwischen Oberpullendorf und Neckenmarkt-Horitschon gebracht hat.

Wahl von Obmann/Obfrau  wahrscheinlich im August

 

Noch nicht auf Schiene ist die Wahl des Obmannes im Tourismusverband. Nach der einstimmigen Neuwahl des Vorstandes Anfang Juli, kam bislang aufgrund von Urlauben noch kein Termin für eine Vorstandssitzung zustande. Diese wird wahrscheinlich im August sein, so Eva Stifter. Die bisherige Obfrau gehört neben Michael Höferer, Elisabeth Brandl und Josef Wiedenhofer zu den vier aus der Wirtschaft gewählten Vertretern, die künftig die Funktionen des Obmannes, des Obmannstellvertreters, des Kassiers und des Schriftführers besetzen werden.