Erstellt am 28. September 2011, 08:23

Sozialarbeit beginnt ab sofort im Schulhaus. PILOTPROJEKT /  Die Handelsschule ist eine von 13 Schulen, wo das Ministerium eine neue Form der Schulmediation testet.

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OBERPULLENDORF / Aggressionen, Gewalt, Cybermobbing, Verhaltensbesonderheiten, familiäre Probleme und vieles mehr - die Gründe, warum Schüler Probleme in der Schule haben und in weiterer Folge schwänzen, die Schule verweigern oder sogar von der Schule abgehen, sind oft vielschichtig und manchmal auch außerhalb der Schule anzusiedeln. Um Schulabsentismus, Schulverweigerung und Drop Out entgegenzuwirken, hat das Unterrichtsministerium nun an 13 Schulstandorten in ganz Österreich das Pilotprojekt Sozialarbeit an Handelsschulen begonnen.

Im Burgenland wurde die Handelsschule Oberpullendorf für die Schuljahre 2011/2012 und 2012/2013 als Projektpartner ausgesucht und diese startete mit der Volkshilfe Burgenland das Schulmediationsprojekt Exit. Ein Sozialarbeiter wird als externe Vertrauensperson eingebunden, der den Jugendlichen einerseits zwei Mal wöchentlich in Form von Sprechstunden in der Schule zur Verfügung steht, um über Probleme und Sorgen zu sprechen, andererseits aber auch außerhalb der Schule hilft. „Durch eine niederschwellige Kontaktaufnahme mit SchülerInnen innerhalb und außerhalb der Schule und proaktive Maßnahmen sollen SchülerInnen wirksam dabei unterstützt und motiviert werden, nachhaltigen Absentismus, der in weiterer Folge oft zu Schulabbruch führt, zu vermeiden“, erklärt dazu Landesrätin Verena Dunst in ihrer Funktion als Volkshilfe-Präsidentin.

Und weiter: „Das Wiederentdecken der eigenen Lernmotivation erfolgt allerdings nicht ausschließlich im engeren Schulsystem, sondern zumindest zu 50 Prozent im Sinne aufsuchender Sozialarbeit in außerschulischen Räumen, in denen sich potenzielle SchulabbrecherInnen aufhalten sowie in Form von Kooperationen mit kommunalen und sozialen Einrichtungen.“