Erstellt am 21. Oktober 2015, 10:03

Aus Schule wird Wohnhaus. In der ehemaligen Volksschule Unterloisdorf werden sieben Kinder ein neues Zuhause finden.

Beim Rundgang durchs Haus: Betreiber Michael Prascsaits zeigte Bürgermeister Johann Schedl das fertige Haus. »Die Zimmer sind noch etwas kahl, weil wir den Kindern die Möglichkeit zur Mitgestaltung geben möchten«, so Prascsaits.  |  NOEN

Die Umbauarbeiten sind abgeschlossen, eine Sachverständigenkommission hat vorige Woche bestätigt, dass alle Auflagen erfüllt wurden. Sobald der Bescheid für die Benützungsbewilligung eintrifft, kann die Sozialpädagogische Wohngemeinschaft der Lebenswelten Soziale Dienste GmbH in der ehemaligen Schule in Betrieb gehen.

"Schwerpunkt auf Natur- und Umweltpädagogik"

Sieben Kinder, die von der Kinder- und Jugendhilfe zugeteilt werden, werden dort ein Zuhause finden. Sie werden in drei Doppel- und einem Einzelzimmer untergebracht sein und rund um die Uhr von fünf Sozialpädagogen betreut werden. Herzstück des Hauses ist die Wohnküche, wo gemeinsam gekocht wird. Das Aufnahmealter der Kinder wird zwischen vier bis maximal neun Jahre liegen. Die Kinder werden den Kindergarten in Klostermarienberg bzw. die Volksschule in Mannersdorf besuchen.

„Obwohl wir eine Betreuung rund um die Uhr haben, wollen wir die Kinder in den Kindergarten geben, damit sie den sozialen Umgang lernen und erste soziale Kontakte knüpfen“, erklärt Michael Prascsaits von der Lebenswelten Soziale Dienste GmbH. Obwohl Unterloisdorf die erste Sozialpädagogische Wohngemeinschaft der Lebenswelten Soziale Dienste GmbH sein wird, hat man im Umgang mit Kindern schon einige Erfahrung.

Schedl: "Froh, dass Leben ins Gebäude kommt"

So wurden als Verein Sucht- und Gewaltpräventionsprojekte an Schulen durchgeführt und man war beratend für Familien und Eltern in der Erziehungshilfe tätig. „In der Wohngemeinschaft wollen wir einen Schwerpunkt auf die Natur- und Umweltpädagogik legen und haben speziell ausgebildete Fachkräfte in dem Bereich“, sagt Prascsaits. In weiterer Folge ist in spätestens sechs Jahren ein Ausbau geplant, „damit wir die Kinder, wenn sie größer sind, in acht Einzelzimmer unterbringen können.“

Bürgermeister Johann Schedl freut sich, dass sich für die leer stehende Schule nun eine neue Nutzung gefunden hat. „Ich bin froh, dass wir wieder Leben in das Gebäude bekommen“, so Schedl.