Erstellt am 17. Februar 2016, 09:24

von NÖN Redaktion

Sozialprojekt will in Süden expandieren. Derzeit nehmen neun mittelburgenländische Gemeinden teil, eine Ausweitung ins Südburgenland ist angedacht.

Beim Treffen: Markus Landauer, Jochen Krug, Martina Treiber, Martina Pauer, Christian Weninger, Sylvia Wimmer, Gertraude Prem, Michaela Heschl, Werner Hofer, Klaudia Friedl, Peter Heger, Klaus Schütz, Petra Prangl, Friedrich Kreisits, Thomas Hampl (hinten) sowie Stephanie Gager, Astrid Rainer, Kerstin Prinz und Norbert Cserinko.  |  NOEN, zVg/Nachbarschaftshilfe Plus

"Das ist das beste, was es gibt. Es funktioniert so gut in der Gemeinde“, meint Helene Mariel aus Steinberg-Dörfl. Sie ist ehrenamtliche Helferin beim Projekt Nachbarschaftshilfe plus mit dabei. „Ich gehe zu älteren Personen zu Kartenpartien oder wir sitzen im Sommer auf den Bankerln“, erzählt sie. Für Fahrten zu spezialisierten Ärzten hat sie selbst auch schon die Dienste von anderen Ehrenamtlichen in Anspruch genommen.

Vor Kurzem fand das diesjährige Treffen der neun mittelburgenländischen Partnergemeindes des Sozialprojektes „Nachbarschaftshile Plus“ statt. Mit Beginn 2016 sind Lackendorf und Stoob in das Projekt eingestiegen. Bereits zuvor mit dabei waren Horitschon, Kobersdorf, Lackenbach, Piringsdorf, Raiding, Steinberg-Dörfl und Unterfrauenhaid.

2015 insgesamt 3.671 soziale Dienste geleitet

„Wenn es interessierte Gemeinden im Bezirk gibt, werden wir das Projekt erweitern. Auch an ein Rollout ins Südburgenland ist gedacht“, so Projektleiterin Astrid Rainer. Beim Treffen konnte man eine erfolgreiche Bilanz ziehen: 2015 wurden im Rahmen des Projektes in sieben Gemeinden von 134 Ehrenamtlichen insgesamt 3.671 soziale Dienste (vor allem Fahr- und Bringdienste sowie Besuchsdienste) geleistet und über 4.200 Stunden – das entspräche 175 Tage rund um die Uhr – wertvolle Freizeit geschenkt.

249 verschiedene Personen haben diese Dienste einmal oder mehrfach in Anspruch genommen. 37.382 Kilometer wurden allein im Rahmen von Fahr- und Bringdiensten zurückgelegt. „Eine Befragung der Ehrenamtlichen und der Menschen, die die Dienste in Anspruch nehmen, ergab, dass das Projekt das ‚Miteinander‘ über Generationengrenzen hinweg in den Gemeinden stärkt und wesentlich zum persönlichen Wohlbefinden – sowohl bei den Helfern und Helferinnen, als auch bei den Nutznießern – beiträgt“, so die Verantwortlichen. Das Projekt „Nachbarschaftshilfe plus“ wird von den Gemeinden finanziert und nützt Förderungen des Landes, des Bundes und der Europäischen Union.