Erstellt am 23. Mai 2012, 00:00

Spätfrost zerstört Wein-Triebe. ERFROREN / In den Gemeinden Neckenmarkt, Horitschon und Deutschkreutz richtete der Frost von Donnerstag auf Freitag erhebliche Schäden bei den Wein-Trieben an.

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REGION / Temperaturen bis zu minus fünf Grad Celsius verursachten in der Nacht von Donnerstag auf Freitag im Bezirk massive Schäden im Weinbau. Davon betroffen waren die Gemeinden Neckenmarkt, Horitschon und Deutschkreutz. „In Neckenmarkt sind die Triebe in den tiefen Lagen erfroren – ich bin sehr froh darüber, dass es die Toplagen nicht erwischt hat“, schildert Weinbauvereinsobmann Stefan Wellanschitz. In den Tallagen gab es laut Wellanschitz einige Stunden zwischen -2 und -4 Grad Celsius und deswegen wurden die Trauben dürr und die Triebe brachen ab. „Es werden zirka fünf bis zehn Prozent der Triebe davon betroffen sein. Bei den betroffenen Trieben wird es heuer keine Ernte geben, der Stock selbst wird jedoch überleben“, so Wellanschitz.

Auch die Weinbaugemeinde Deutschkreutz blieb vom Frost nicht verschont. „Unsere Weingärten sind sehr stark betroffen, aber eher in den tiefen Lagen. Ich schätze zwischen zehn und fünfzehn Prozent der Triebe sind davon betroffen. Die Ernte wird heuer dezimiert in der Menge sein, aber auf die Qualität wird der Frost keinen Einfluss haben“, erzählt Albert Gesellmann, Deutschkreutz‘ Weinbauvereinsobmann. Ob die Stöcke selbst wieder austreiben werden, lässt sich laut Gesellmann noch nicht sagen. „Das sieht man erst im Sommer.“

Neben Neckenmarkt und Deutschkreutz hat der Frost auch die Gemeinde Horitschon erwischt. „Zirka fünf bis zehn Prozent unserer Triebe sind erfroren – dort wird es heuer sicherlich keine Ernte geben“, so Horitschons Weinbauvereinsobmann Alfred Moritz. Im Burgenland entstand durch den späten Frost ein Schaden in der Landwirtschaft von mehr als vier Millionen Euro. Am schwersten betroffen sind das Nord- und Mittelburgenland. Wie hoch der Schaden im Bezirk Oberpullendorf tatsächlich ist, konnte vor Redaktionsschluss noch nicht festgestellt werden. „Wir sind gerade dabei, uns die Schäden anzusehen“, so Günther Kurz von der österreichischen Hagelversicherung.

Schaden angerichtet: Der Frost in der vergangenen Woche richtete einen erheblichen Schaden an.