Erstellt am 23. Januar 2013, 00:00

Straßen lahm gelegt. machte Räumtrupps und Verkehrsteilnehmern das Leben schwer.

Winterdienst im Dauereinsatz: Rudolf Leidl, Straßenmeister Ewald Gugler, Christian Leidl und ihre Kollegen hatten alle Hände voll zu tun. Grabner  |  NOEN
Von Michaela Grabner

BEZIRK / Schneefälle in dem Ausmaß in kurzer Zeit wie es sie vergangene Woche gegeben hat, gibt es nur maximal alle paar Jahre einmal. Dementsprechend gab es in ganz Ostösterreich Probleme im Verkehr. Besonders zu schaffen machte der Straßenmeisterei im Bezirk die Kombination zwischen Schnee und Wind, was teilweise zu starken Schneeverwehungen führte. So musste zum Beispiel die Straße zwischen Lackenbach und Ritzing gleich zwei Tage lang gesperrt werden, die Straße zwischen Kogl und Lebenbrunn einen Tag.

Dauereinsatz von  Mittwoch bis Samstag

Die Straßenmeisterei war mit 12 Lastwagen, einem Traktor sowie zwei ausgeliehenen Radladern im Dauereinsatz. „Wir sind von Mittwoch 14 Uhr bis Samstag Vormittag durchgefahren“, berichtet Straßenmeisterei-Einsatzleiter Johann Pauer. Sogar der Krisenstab wurde Freitag Mittag in seiner kleinsten Form (drei Personen) hochgefahren. „Dies diente der Vorbereitung, falls die Lage noch schlechter geworden wäre“, erklärt der zuständige Referatsleiter Jürgen Karall von der Bezirkshauptmannschaft. Gemeinsam hatte man schon eine Prioritätenliste der betroffenen Straßen erstellt. Gegen 16 Uhr habe sich dann die Lage entspannt und es habe sich herauskristallisiert, dass man die Problemstrecken aufarbeiten kann. Auch in der Stadt Oberpullendorf machten die Schneemassen dem Winterdienst zu schaffen.

Schnee wurde aus  Stadt gekarrt

Die Stadtgemeinde ließ Freitag Nacht den Schnee aus dem Stadtzentrum abtransportieren und auf den Veranstaltungsplatz bzw. den Graben beim Feuerwehrhaus bringen, um die Parkplätze wieder frei zu machen. Beschwerden habe es nur vereinzelt gegeben zum Beispiel, dass es umständlich sei, zu den Bushaltestellen zu gelangen oder Hauseinfahrten nach der Räumung der Straße wieder teilweise zugeschüttet gewesen seien. „Die Beschwerden haben sich im Rahmen gehalten. Den meisten ist klar, dass man den Schnee nicht verbrennen kann“, meint Bürgermeister Rudolf Geißler.

Dass man damit aber auch Schabernack treiben kann, zeigten zwei junge Burschen aus dem Internat der Stoober Keramikschule. Sie erlaubten sich einen Scherz und schaufelten den Haupteingang über Nacht zu, so dass dieser am nächsten Tag erst wieder frei gelegt werden musste. Aufgrund der Nebeneingänge konnte der Schulbetrieb aber plangemäß abgehalten werden.

Ihren Spaß am Schnee haben auch die Kleinsten. In einigen Gemeinden wie Deutschkreutz und Oberloisdorf wurden Straßenzüge abgesperrt, um den Kindern das Rodeln zu ermöglichen. In Raiding ist überhaupt gleich ein Schlittenhügel geschaffen worden.