Erstellt am 13. Februar 2013, 08:43

Stück „grüne“ Energie. Pilotprojekt /  Am Dach der Volksschule soll eine Fotovoltaik-Anlage errichtet werden, an der sich die Bürger beteiligen können.

OBERPULLENDORF / Oberpullendorf ist eine von sechzehn Pilotgemeinden, wo das Europäische Zentrum für Erneuerbare Energie (EEE) im Auftrag des Landes eine Fotovoltaik-Anlage mit Bürgerbeteiligung errichten wird. Am Dach der Volksschule soll eine rund 130 Quadratmeter große Anlage entstehen, die pro Jahr in etwa 18.777 kWh Strom produzieren wird, was dem jährlichen Stromverbrauch von vier bis fünf Haushalten entspricht. Dieser Strom soll ins Netz der Energie Burgenland eingespeist werden. Die Kosten belaufen sich auf rund 35.000 Euro. Nach Abzug der Förderung wird ein Betrag von rund 900 bis 1.000 Euro pro Beteiligung auf den jeweiligen Bürger zukommen. Der Vertrag wird auf 13 Jahre abgeschlossen, was der Dauer des garantierten Einspeisetarifes entspricht. Nach Ablauf dieser dreizehn Jahre bekommen die Bürger ihre Einlage von rund 1.000 Euro zurück. Zusätzlich wird ein jährlicher Gewinnvorab in der Höhe von 2,5 Prozent der geleisteten Kapitaleinlage garantiert.

Für Bürgermeister Rudolf Geißler steht nicht der monetäre Aspekt im Vordergrund. „Manche wollen oder können keine Fotovoltaikzellen am eigenen Haus anbringen, aber auf diese Weise können sie einen Beitrag zu den Klimaschutzzielen leisten und sich an etwas beteiligen, das der Umwelt gut tut“, betont er. Auch die EEE-Vertreter wiesen darauf hin, dass es sich bei der Beteiligung nicht um ein Finanzanlageprodukt handle, wo man dem Enkel einmal einen Hausplatz kaufen könne, sondern um „überschaubare Beträge“.

Voraussetzung für die Umsetzung sind genügend Interessenten. Rund 27 sind nötig, sieben sind bereits auf einer Vormerkliste. „Wenn nicht genügend zusammenkommen, kann man überlegen, ob einzelne mehr als einen Anteilschein nehmen“, so die EEE-Experten. Geißler ergänzte: „Ich bin überzeugt, dass der Gemeinderat sagt, die Gemeinde übernimmt die übrigen Anteile.“