Erstellt am 26. Juni 2013, 00:00

Stützpunkt wechselt. Feuerwehr / Oberloisdorfs Florianis haben Interesse, die Aufgabe der Stützpunktwehr zu übernehmen. Gemeinde signalisiert Unterstützung.

OBERLOISDORF/REGION / Unter-stützung signalisierte der Gemeinderat für die Pläne der Feuerwehr, die die Aufgabe der Stützpunktwehr übernehmen möchte. Die Ortsfeuerwehren sind innerhalb der Bezirke in mehreren Abschnitten organisiert, wobei es in jedem eine Stützpunktwehr gibt, die über die Aufgaben im eigenen Ort hinaus solche im gesamten Abschnitt wahrnimmt. Bislang war die Feuerwehr Unterpullendorf Stützpunktwehr des Abschnitts 4, dem neben Unterpullendorf und Oberloisdorf auch die Feuerwehren Großmutschen, Kleinmutschen, Frankenau, Unterloisdorf, Klostermarienberg, Mannersdorf, Rattersdorf und Liebing angehören. Sie legte dieses Amt schriftlich beim Landesfeuerwehrkommando nieder. „Wir haben schon lange darüber diskutiert, ob wir die Funktion der Stützpunktfeuerwehr zurück legen sollen oder nicht. Da wir mit unserem Personalstand und den nicht vorhandenen Geräten, nicht die Leistung erbringen können, die wir eigentlich müssten, wurde im Vorstand entschieden, dass wir diese Funktion zurück legen“, erklärt Unterpullendorfs Kommandant Rudolf Fercsak. Unterpullendorf liegt außerdem durch seine Nähe zu Oberpullendorf geografisch nicht am günstigsten im Abschnitt, da dort ohnehin die Bezirksstützpunktwehr vorhanden ist. Gründe die für die Feuerwehr Oberloisdorf als Stützpunktwehr sprechen sind aus Sicht der Florianis einerseits, dass man die mannschaftsstärkste Feuerwehr des Abschnitts ist und auch jene mit der höchsten Verfügbarkeit der tagsüber einsatzbereiten Feuerwehrmitglieder. „Die Feuerwehr Oberloisdorf liegt außerdem direkt an der geplanten B61 und somit an einem möglichen Krisenherd was technische Einsätze betrifft“, heißt es von der Feuerwehr. „Die Feuerwehr Oberloisdorf wird sich mit dem nötigen Wissen und Gerät ausstatten, um für technische Einsätze bestens gerüstet zu sein. So wird die Sicherheit unserer Ortsbevölkerung erhöht.“ Eine Abstimmung innerhab der Feuerwehr betreffend prinzipielle Bereitschaft zur Übernahme des Stützpunktes endete mit 39:2. Die endgültige Entscheidung darüber liegt laut Bezirksfeuerwehrkommandant Rudolf Ferscha letztendlich beim Land. „Das ist ein Präzedenzfall im Burgenland“, so Ferscha. Nach Beratung im Bezirkskommando wird Ferscha einen Bericht ins Landesfeuerwehrkommando weitergeben, der auf Basis der gesammelten Daten dann bei einer Dienstbesprechung – voraussichtlich im August – dieses Thema behandeln und eine Empfehlung abgeben. „Nachdem das Feuerwehrgesetz ein Landesgesetz ist, obliegt die letzte Entscheidung dem Landeshauptmann“, erklärt Ferscha.