Erstellt am 12. Januar 2011, 00:00

Tag X bei Thermenverkauf. VERTRAGSVERHANDLUNG /  Am Mittwoch sollten sich die Konsortiumspartner einigen, andernfalls startet der Verkaufsprozess neu.

LUTZMANNSBURG / Eine weitere Verhandlungsrunde im Verkauf um die Sonnentherme Lutzmannsburg-Frankenau zwischen den Konsortiumspartnern Immorent und Harte-Holding wird heute Mittwoch über die Bühne gehen. Es soll dabei dem Vernehmen nach ein letzter offener Vertragspunkt im Leasingvertrag zwischen den beiden Partnern ausdiskutiert werden.

Wie die BVZ berichtete, will die Erste Bank-Tochter Immorent die Besitzgesellschaft erwerben. Der irische Hotel- und Immobilieninvestor Harte Holding, der auch das Sportzentrum Ritzing gekauft hat, soll auf Basis des oben genannten Leasingvertrages das Resort betreiben.

In der WiBAG (Wirtschaftsservice Burgenland AG) wartet man nun auf den Ausgang der Verhandlungen. Laut WiBAG-Vorstand Peter Schmitl ist es in einigen wichtigen Vertragspunkten bereits zu einer Annäherung gekommen. Schmitl zeigt sich optimistisch, dass es in der zweiten Jänner-Hälfte zu einem Vertragsabschluss kommen könnte.

Sollte zwischen den Konsortiumspartnern keine Einigung über den Leasingvertrag erzielt werden, wird die WiBAG die Verhandlungen mit diesen Interessenten beenden und den Verkaufsprozess von Neuem beginnen.

Kritik auch von der  Liste Burgenland

Kritik zur Vorgangsweise im Verkaufsprozess um die Therme kam in den vergangenen Wochen schon von den Grünen - nicht zuletzt deshalb, weil über den Kaufpreis Stillschweigen vereinbart wurde. Nun kommt dahin gehend auch von der Liste Burgenland Kritik. „Wir fordern Transparenz und Klarheit. Alles muss offen diskutiert werden. Worum geht es bei diesen Verhandlungspunkten und woran scheitern die Verhandlungen?“, fragt Landtagsabgeordneter Manfred Kölly. „Warum darf ein Mandatar des Landtages, der die Bevölkerung vertreten soll, nicht wissen, um welche Summe es sich handelt. Mir kommt es mehr als seltsam vor, wenn man hier alles so geheim hält. Auch als Bürgermeister im Mittelburgenland möchte ich mehr darüber wissen, wenn ein Leitbetrieb der Region verkauft wird.“