Erstellt am 05. November 2014, 08:16

Warten auf die Umfahrungsstraße. Über die Straße von Lutzmannsburg nach Zsira, die das Thermengebiet entlasten soll, wurde noch keine Einigung erzielt.

Umfahrung für Thermengebiet: Schon 2009 gab es eine Volksbefragung betreffend einer Straße nach Zsira, die als Umfahrung für die Sonnentherme genutzt werden sollte.  |  NOEN, zVg
Bei der Pressekonferenz der WiBAG (Wirtschaftsservice Burgenland AG) in Bezug auf die Therme wurde auch das Thema Umfahrungsstraße angeschnitten. Es hieß, dass man diese seitens der WiBAG gemeinsam mit der Gemeinde Lutzmannsburg angehen werde.

Bürgermeister Christian Rohrer (Aktive Dorfliste Lutzmannsburg) meint auf Anfrage der BVZ: „Wir sind wegen dieses Themas schon ein paar Mal mit allen an einem Tisch gesessen, es gab auch schon Besprechungen mit einem Verkehrsplaner und Wolfgang Heckenast.“

Finanzielle Mittel fehlen derzeit

Dieser ist als Abteilungsvorstand der Abteilung 8 für Straßen-, Maschinen- und Hochbau im Land zuständig. Die Gemeinde habe derzeit nicht die Mittel, um die Straße zu finanzieren.

Rohrer meint außerdem: „Es gibt einen Schlüssel für die Einnahmen und Ausgaben im Thermengebiet. Dieser gehört neu verhandelt.“ Es gehe nicht nur um den Bau der Straße, sondern auch um die entsprechende Erhaltung.

Auch SPÖ-Ortsparteiobmann Roman Kainrath erklärt: „Wir sehen die Notwendigkeit einer Umfahrung für die Therme, soweit es für die Gemeinde finanziell durchführbar ist. Für die Gemeinde allein ist es derzeit allein nicht durchführbar.“

Lutzmannsburg-Vize fordert dringend eine Lösung

Für Frankenaus Bürgermeister Toni Blazovich gibt es derzeit keine Trasse, die für alle akzeptabel wäre. „Es gibt verschiedene Optionen und viele Gerüchte“, so Blazovich. Auch die Abfinanzierung sei nicht geklärt, meint der Frankenauer Ortschef. Grundsätzlich habe es von der Gemeinde Frankenau-Unterpullendorf schon Beschlüsse in diese Richtung gegeben, diese wurden dann jedoch nicht umgesetzt, so Blazovich.

Lutzmannsburgs Vizebürgermeister Günther Toth (ÖVP) meint, es sei von höchster Dringlichkeit, dass die Straße umgesetzt wird. „Es wäre eine wesentliche Entlastung des Thermengebiets. Es sind schon Optionsverträge für die Grundstücke unterschrieben, aber in Richtung Umsetzung wird nichts getan.“

Er ärgert sich auch darüber, dass wieder der Budgetposten in Lutzmannsburg für andere Projekte „geopfert“ wurde. „Die Straße ist auf ungarischer Seite komplett fertig“, erzählt Toth. Im Jahr 2009, als Toth Bürgermeister war, hatte es eine Volksbefragung betreffend der Straße gegeben.

Damals hatten sich 58,9 Prozent der Teilnehmer für die Straße ausgesprochen. „Ich hatte das Projekt bis zur 99-prozentigen Umsetzung gebracht“, meint der jetzige Vizebürgermeister.

Nicht nur eine mögliche Umfahrungsstraße, sondern auch ein fehlender Ruhebereich in der Therme sorgten für Wirbel. Die BVZ berichtete: