Erstellt am 14. Januar 2015, 08:45

von NÖN Redaktion

Am Weg zu neuem Tourismusverband. Auf Basis des neuen Tourismusgesetzes soll in einem Prozess eine neue regionale Struktur im Mittelburgenland entstehen.

Neuausrichtung: Mario Baier, Eva Stifter und Michael Höferer wollen einen Prozess starten, um Kräfte zu bündeln und noch mehr auf Stärken zu fokussieren.  |  NOEN, zVg

Position beziehen und Weichen stellen heißt es 2015 beim Tourismusregionalverband Blaufränkisch Mittelburgenland. Mit 1. Jänner trat das neue Tourismusgesetz in Kraft. Die 125 örtlichen Tourismusverbände und sechs Regionalverbände im Burgenland werden aufgelöst. Stattdessen wird es den Burgenland Tourismus und darunter einige wenige Verbände geben. Denn das neue Gesetz zielt laut Tourismusdirektor Mario Baier auf die Strukturen an sich, eine klare Aufgabenteilung und eine Aufteilung der Mittel ab.

„Dass sich das Burgenland touristisch gut entwickelt, braucht es klare Rahmenbedingungen und Zuständigkeiten“, betont Baier. Wichtig seien starke regionale Strukturen, die die regionalen Stärken weiterentwickeln und eine gemeinsame Vermarktung mit dem Burgenland Tourismus.

Aus Sicht der Obleute des Verbandes Blaufränkisch Mittelburgenland, Michael Höferer und Eva Stifter, macht es Sinn, wieder einen starken Verband im Mittelburgenland zu schaffen. Dessen Aufgaben, strategische Ausrichtung und thematische Schwerpunkte gilt es, zu definieren. Am Ende des Jahres soll ein fließender Übergang von der heutigen Struktur in eine neue Verbandsstruktur stehen.

„Kräfte bündeln für bessere Marktpräsenz“

Startschuss soll ein großer runder Tisch mit den Bürgermeistern, den Tourismusbetrieben sowie Vertretern der Tourismusabteilung des Landes und von Burgenland Tourismus sowie einem professionellen Prozessbegleiter sein. „Wichtig ist, dass man Kräfte bündelt, um am Markt eine andere Präsenz zu haben“, meint Michael Höferer. Die Struktur müsse sich nach Bedürfnissen des Marktes ausrichten. Den Grundstein sieht er bereits gelegt. „Auch wenn es noch Regionalverband heißt, haben wir bereits eine Struktur geschaffen, die ein Gesamtangebot erarbeitet, Strategien entwickelt und mit dem Burgenland Tourismus vermarktet. Vieles von dem, was als Erwartung an die neuen Verbände gerichtet wird, decken wir schon ab“, so Höferer.

So wurde ein Strategiekonzept mit den Säulen Familie/Wellness/Therme, Wein/Kultur, Sport/Rad/Wandern und Gastfreundschaft/Kulinarik entwickelt. „Es geht darum noch zu schärfen“, so Höferer. Die Aufgabe des zukünftigen Verbandes sieht er in der Angebotsentwicklung und -etablierung. „In den Kernmärkten Ungarn, Wien und Niederösterreich werden wir selbst präsent sein, in anderen Märkten die Bühne Burgenland Tourismus verwenden.“ Stifter würde es sinnvoll finden, wenn der Name Sonnenland Mittelburgenland auch innerhalb der neuen Strukturen erhalten bleibt. „Wir haben viel in diese Marke investiert und sie ist in ganz Österreich bekannt.“