Erstellt am 03. Mai 2012, 07:11

Touristen bleiben länger. STATISTIK 2011 / Die Aufenthaltsdauer im Bezirk konnte gesteigert werden. Vor allem die Campingplätze konnten punkten.

 |  NOEN
x  |  NOEN

VON ELISABETH TRITREMMEL

BEZIRK / „Wir haben ein Plus von 1,3 Prozent bei den Nächtigungen im Jahr 2011 gehabt“, freut sich Michaela Tesch, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Blaufränkisch Mittelburgenland, über die Statistik 2011. Diese zeigt unter anderem, dass vor allem die Campingplätze mit einer Steigerung um 54,5 Prozent auf 3.105 Nächtigungen zu den Gewinnern gehören. „Ein Grund für den großen Anstieg könnte sicher sein, dass die Gäste es sich einfach nicht mehr leisten können in Drei-Stern- und Vier-Stern-Hotels zu übernachten“, stellt die Geschäftsführerin fest.

Die meisten Camper würden eine Woche oder länger bleiben und außerdem meistens nicht nur einmal im Jahr Urlaub machen. „Die sagen sich wahrscheinlich, ich fahre und schlafe lieber in meinem Wohnwagen – bin dadurch flexibel und mobil – und mache öfters Urlaub, als ich fahre nur einmal in Urlaub und nächtige in Drei-Stern- und Vier-Stern-Betrieben.“

Rückgang bei Pensionen  und Ferienwohnungen

Andererseits würden viele Familien und Urlauber nur 2 bis 3 Tage bleiben und sich dafür den Luxus und die Inklusivleistungen eines Drei-Stern- und Vier-Stern Hotels leisten, versucht Tesch den Rückgang bei den Pensionen und Ferienwohnungen zu erklären. Und vor allem im Winter würden Familien Hotels mit Verbindungsgang zur Therme bevorzugen, meint sie weiters.

Ziel: Aufenthaltsdauer auch  weiter steigern

Auch für das kommende Jahr hat man sich vorgenommen, die Aufenthaltsdauer noch zu steigern. „Vor allem dadurch, dass wir dem Gast ein attraktives Rahmenprogramm mit Ausflugszielen und Erlebnissen in der Region anbieten und auch auf andere Themen wie Kultur, Wein, Kulinarik und Natur hinweisen und eventuell Pauschalangebote erstellen und bewerben“, erklärt Tesch. Auch die Verknüpfung von Angeboten soll hier ein Thema werden, genauso wie ein Radprojekt. „Wir haben eine Strategie und einen Marketingplan ausgearbeitet, welche bei der Vollversammlung im Juni präsentiert werden“, so Tesch.