Erstellt am 09. Mai 2012, 07:39

Um 50 Geburten mehr. STATISTIK /  In Oberpullendorf kamen im Vorjahr bei 429 Geburten 436 Babys zur Welt. Das sind um 13 Prozent mehr als 2010.

Auf der Geburtenstation: Primar Martin Fabsits, die Oberärzte Josef Weiss und Peter Bauer, Landesrat Peter Rezar und Hebamme Ursula Gessner mit den stolzen Eltern Christoph und Alexandra Werkovits und Sohn Moritz.  |  NOEN
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BEZIRK OBERPULLENDORF / Über ein geburtenreiches Jahr konnte man sich 2011 im Spital Oberpullendorf freuen. 436 Babys kamen zur Welt – um 13 Prozent mehr als 2010. „Ich glaube das spricht für die Qualität des Hauses“, gratuliert Gesundheitslandesrat Peter Rezar. Die Betreuung reicht von Geburtsvorbereitungskursen bis zur Stillberatung. Die durchschnittliche Verweildauer beträgt 4,38 Tage, das heißt, dass Frauen auch nach einem Kaiserschnitt früh aus dem Spital entlassen werden können. Großer Wert wird auf Bonding und frühes Anlegen gelegt.

Seit 2005 wird die Gynäkologisch-Geburtshilfliche Abteilung Oberpullendorf in einem Verbund mit den Abteilungen anderer Häuser geführt (siehe Infobox). Ziel war die Optimierung der medizinischen Qualität – Fragen können von Spezialisten verschiedener Häuser im Verbund gemeinsam erörtert werden – und der Effizienz der eingesetzten Mittel. „Der Ruf des Verbundes ist gut. Wir haben Patienten über die Landesgrenzen hinweg“, betont Rezar. Dies sieht man auch an den Geburtenzahlen in Oberpullendorf: Bei 56 Prozent der Geburten 2011 stammten die Familien aus dem Bezirk, bei 28 Prozent aus dem übrigen Burgenland. 11 Prozent entfallen auf Niederösterreich und Wien/Umgebung und die übrigen 5 Prozent hauptsächlich auf Familien aus Ungarn.

Von Kinderwunschmedizin  bis Pränataldiagnostik

Mit ein Grund dafür, dass immer mehr Damen von außerhalb zur Entbindung nach Oberpullendorf kommen, ist auch das im Jahr 2000 gegründete Kinderwunschzentrum. Mehr als 1.600 Paare wurden seither betreut und schon knapp 700 Babys wurden nach Kinderwunschbehandlung in Oberpullendorf geboren. „Weil unser Kinderwunschzentrum Teil des Spitals ist, können wir alle Seiten der Kinderwunschmedizin optimal abdecken“, so Leiter Peter Bauer. Eine weitere Spezialleistung im Verbund ist die Pränataldiagnostik. Mittels Ultraschall können früh in der Schwangerschaft Erkrankungen des heranwachsenden Kindes entdeckt und gegebenenfalls behandelt werden. Seit November bietet man in Oberpullendorf Untersuchungen der ÖGUM (Österreichische Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin)-Stufe II – Stufe III-Untersuchungen führen bundesweit nur sieben Professoren an speziellen Zentren für auffällige Befunde durch.

„Ich glaube, dass das medizinische Niveau gestiegen ist. Ein Nachteil ist die viele Fahrerei, aber daran kann man sich gewöhnen“, zieht Leiter Primar Martin Fabsits eine positive Bilanz nach sieben Jahren Verbund. Ähnlich fällt Rezars Fazit aus: „Dieser Verbundist leuchtendes Beispiel für andere Verbundlösungen, die wir vorbereiten.“