Erstellt am 29. Juli 2015, 08:54

von NÖN Redaktion

Strom unterm Hintern. Sonnenland Draisinentour hat einen "Tesla" als Shuttle-Taxi angeschafft. Auch an Elektro-Draisine wird getüftelt.

Neue Attraktion: Die Sonnenland Draisinentour GmbH - im Bild die Mitarbeiterinnen Waltraud Strobl und Petra Aminger - hat einen »Tesla« angeschafft.  |  NOEN, Grabner/Tritremmel
700 PS, in drei Sekunden von 0 auf 100 km/h, ein Touchscreen, der alle Stückerl spielt – von allen weltweiten Radiosendern bis zur eingebauten Kamera: Ein „Tesla“ ist die neueste Anschaffung der Sonnenlanddraisinen Tour GmbH.

Das Elektroauto im Sportwagen-Style soll als Sonnenland-Taxi zum Beispiel für Fahrten zum Flughafen und als Mietwagen tageweise oder übers Wochenende angefordert werden können. Mit einer Stromladung, die in etwa 2,70 Euro kostet, kann man laut Draisinentour-Chef Günter Glöckl rund 400 Kilometer zurücklegen. In einer halben Stunde könne man Strom für 280 bis 300 Kilometer laden.

Diese hat in den vergangenen Jahren bei ihren touristischen Attraktionen mehr und mehr auf umweltfreundliche Elektro-Mobilität gesetzt: Begonnen bei der Draisine, die mit Muskelkraft bedient wird, über die Akku-betriebenen Segways bis hin zu den dreirädrigen Funcarts aus Aluminium, die seit diesem Frühjahr vom Pauliberg in Landsee bis zur alten Waldquelle in Kobersdorf hinuntersausen – allein durch die Abschüssigkeit des Geländes.

Elektrobetriebene Draisine wird entwickelt

Und weitere Projekte in Sachen umweltfreundlicher Mobilität sind bereits auf Schiene. Derzeit tüftelt ein Team der Höheren Technischen Lehranstalt Eisenstadt an einer elektrobetriebenen Draisine. Im März soll es eine Probefahrt geben.

Ein weiteres Forschungsprojekt will man gemeinsam mit der Höheren Technischen Lehranstalt Mödling umsetzen. Glöckl will den Kleinbus für 17 Personen, mit dem die Gäste der Draisinen Tour nach der Fahrt zurück an den Ausgangspunkt in Oberpullendorf bzw. Neckenmarkt gebracht werden, auf Elektro- und Sonnenenergie umbauen lassen.

Außerdem möchte man dem Namen Sonnenland alle Ehre machen und eine Station der Draisinentour-Strecke mit einer Photovoltaikanlage auf Sonnenenergie umrüsten. „Wir brauchen den meisten Strom untertags und im Sommerhalbjahr“, betont Glöckl.