Erstellt am 29. August 2012, 00:00

Unterpullendorf: Polizei am Schulweg gefordert. ELTERN ALS SCHÜLERLOTSEN / Die Schüler müssen die B 61 queren. Bezirkshauptmannschaft will sich Frequenz ansehen.

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UNTERPULLENDORF/REGION / Laut Statistik Austria verunglückten im Burgenland im Jahr 2011 zehn Kinder auf dem Schulweg. „Die Woche vor Schulbeginn sollte unbedingt dafür genützt werden, um mit den Kindern den Schulweg zu üben“, so Rudolf Leeb, ÖAMTC-Regionalleiter der burgenländischen Stützpunkte. Kindern fällt es schwer aufgrund ihrer Körpergröße den Straßenverkehr in seiner Gesamtheit zu überblicken, so Leeb.

„Schulwegsicherheit ist Hauptaugenmerk“

„Aus Sicht der Polizei ist die Schulwegsicherheit das ganze Jahr hindurch Hauptaugenmerk“, führt Oberpullendorfs Bezirkspolizeikommandant Emmerich Schedl auf Anfrage der BVZ aus. Jeden Tag seien etwa 12 bis 14 Beamte im Einsatz. „Wo wir sind, entscheiden wir nach Frequenz und Gefährlichkeit, wo liegt die Stelle, wo die Kinder die Straße überqueren, und so weiter.“

Eine dieser Stellen befindet sich in Unterpullendorf. Bereits seit drei Jahren sind dort die Eltern der Volksschüler als Schülerlotsen im Einsatz. „Die Volksschulkinder aus Unterpullendorf müssen die B 61 queren“, führt Bürgermeister Anton Blazovich aus Frankenau-Unterpullendorf aus. Die Eltern wurden auch mit Unterstützung der Exekutive geschult. „Das ist aber keine Dauerlösung, da es jedes Jahr neue Schüler und damit auch neue Eltern gibt“, führt der Ortschef aus. „Wir haben um Polizeiunterstützung angesucht, weil es auf der Bundesstraße viel Verkehr gibt“, so Blazovich weiter.

Oberpullendorfs Bezirkshauptmann Klaus Trummer bestätigt die Anfrage. „In Unterpullendorf müssen wir uns anschauen, wie die Frequenz ausschaut“, so Trummer. Auch Bezirkspolizeikommandant Schedl erklärt: „Die Polizei wird – unter dem Gesichtspunkt, dass man Prioritäten setzt, wo werden wir am dringendsten gebraucht – auch die Unterpullendorfer fallweise unterstützen.“