Erstellt am 16. Mai 2014, 10:03

von Michaela Grabner

Unwetter: Feuerwehren im Dauereinsatz. Nach den starken Niederschlägen hatten ein Drittel der 63 Feuerwehren im Mittelburgenland alle Hände voll zu tun. Landesweit waren über 40 Wehren im Einsatz.

Ortsdurchfahrt in Raiding  |  NOEN, Michaela Grabner
Starkregen hielt am Freitag die Einsatzkräfte im Mittelburgenland in Atem. Mittags standen 31 der 63 Feuerwehren im Einsatz – in erster Linie um Pumparbeiten durchzuführen. Der Schwerpunkt der Einsätze lag in den Bezirken Oberwart und Oberpullendorf.



Betroffen waren davon vor allem die Gemeinden Großpetersdorf, Sulzriegel, Welgersdorf, Oberwart, Mariasdorf, Neustift bei Schlaining, Oberdorf, Litzelsdorf (alle Bezirk Oberwart) sowie Illmitz und Frauenkirchen (beide Bezirk Neusiedl am See).



In diesen Bereichen stürzten viele Bäume teilweise auf die Fahrbahnen und Häuserdächer. Bei den sehr gefährlichen Einsätzen wurden unter anderem zwei Funkwägen der Polizei Großpetersdorf und Oberwart beschädigt. Die Beamten wurden nicht verletzt.

„Maßnahmen im  Stooberbachtal haben gut funktioniert“

In der Bezirkshauptmannschaft Oberpullendorf wurde mittlerweile ein Krisenstab eingerichtet. „Wir haben aus  Niederösterreich die Meldung bekommen, dass im Bereich Krumbach die Rückhaltebecken voll sind. Aufgrund der zu erwartenden höheren Wassermengen haben wir die Einsatzkräfte im Zöberntal verdichtet“, erklärt Jürgen Karall von der Bezirkshauptmannschaft. Behörde, Landessicherheitszentrale, Feuerwehr, Straßenverwaltung, Polizei und Hochwasserbereitschaftsdienst stehen für den Fall der Fälle bereit.

Im übrigen Bezirk sei es  an manchen Stellen zu Straßensperren gekommen – entweder durch die Wassermengen oder wie auf der Straße zwischen Großwarasdorf und Oberpullendorf wegen eines umgestürzten Baumes. Im Raum Weppersdorf ist ein alter Telefonmast umgestürzt

„Grundsätzlich kann man sagen, dass die neune Rückhaltemaßnahmen im  Stooberbachtal gut funktioniert haben. Sie dürften größeren Schaden abgewendet haben“, so Jürgen Karall.

Landessicherheitszentrale: Warnungen aufrecht

In Frauenkirchen wurde ein etwa 10 Meter langes Flachdach abgedeckt. Durch die umgestürzten Bäume kam es zu teilweise stundenlangen Straßensperren. Dank der Heranziehung zusätzlicher Polizeikräfte und einer ausführlichen Katastrophenplanung hielten sich die Gefahrensituationen und Behinderungen bis Dato in Grenzen.

Bis zur Entspannung der Wettersituation bleiben seitens der Landessicherheitszentrale sämtliche Warnungen, im Besonderen auch am Neusiedler See, aufrecht. Die Landespolizeidirektion Burgenland teilt mit, dass aufgrund der Warnstufe die Kräfte der Bezirke, der Landesverkehrsabteilung und des Seedienstes weiterhin in erhöhter Einsatzbereitschaft sind.

Insgesamt mussten burgenlandweit über 70 Feuerwehren ausrücken. Diese mussten auch Sturmschäden beseitigen.