Erstellt am 10. Juli 2013, 11:24

Verband für Standesämter. Planungen laufen | Ab dem kommenden Jahr soll im Bezirk eine zentrale Stelle für alle Belange der Standesämter installiert werden.

Bei der Infoveranstaltung: Oberpullendorfs Ortschef Rudolf Geißler, Lockenhaus' Ortschef und mittelburgenland plus-Obmann Christian Vlasich, mittelburgenland plus-Geschäftsführerin Heidi Drucker, Fachverbands-Bezirksvorsitzender Gerhard Horwath, Oberpullendorfs Vizeortschefin Elisabeth Trummer und Bezirkshauptmann Klaus Trummer.  |  NOEN
BEZIRK |  Mit Beginn des kommenden Jahres soll im Bezirk Oberpullendorf ein Standesamtsverband gegründet werden. „Es wäre ein Pilotprojekt im Burgenland“, so Gerhard Horwath, Bezirksvorsitzender des Fachverbandes der Amtmänner. Bisher gäbe es solche Verbände etwa im Bezirk Mödling oder auch in Tirol.

Es soll eine zentrale Stelle eingerichtet werden, bei der alle Daten zusammenlaufen. Horwath könnte sich vorstellen, dass diese am Standesamt in Oberpullendorf eingerichtet wird. Dazu soll ein Mitarbeiter nur für die standesamtlichen Belange zuständig sein. „Alles, was mit administrativen Dingen zu tun hat, ist dann in Oberpullendorf“, so Horwath. Standesamtliche Trauungen werden aber nach wie vor in den Gemeinden durchgeführt. Durch die Einführung des zentralen Personenstandsregisters im November seien die Gemeinden auch in der Lage, auf die Daten zuzugreifen, wenn sie diese benötigen.

Für die Amtmänner ginge es beim Standesamtsverband vor allem um die Rechtssicherheit, so Horwath. Die Gesetzesmaterie sei inzwischen so komplex, dass man sich nicht nur ständig weiterbilden müsse, sondern auch viel Zeit damit verbracht wird, abzuklären, wie die richtige Vorgehensweise in speziellen Fällen sei. Außerdem sei der Standesamtsverband eine gewisse Art von Verwaltungsvereinfachung.

Am Montag der vergangenen Woche fand eine Informationsveranstaltung für die Gemeindevertreter und Amtmänner aus dem Bezirk statt. Die Rückmeldungen aus den Gemeinden des Bezirks seien durchwegs positiv, so Horwath, der auch federführend beim Projekt mitwirkte. Auch der Verein mittelburgenland plus mit Geschäftsführerin Heidi Drucker ist an der Einführung Standesamtsverband beteiligt.

Die Finanzierung soll über die teilnehmenden Gemeinden erfolgen, wie genau sich diese zusammensetzen soll, wird erst geklärt. Die Gemeinden müssen per Gemeinderatsbeschluss den Beitritt zum Verband beschließen, außerdem muss die Landesregierung den Standesamtsverband verordnen.