Erstellt am 05. Januar 2011, 00:00

Verein zur Förderung Behinderter löst sich auf. NACH 30 JAHREN / Aus Sicht des Vorstandes hat der Verein seinen Zweck erfüllt und wird nicht mehr wirklich gebraucht.

Letzte Weihnachtsfeier: Die Weihnachtsfeier im Dezember war vielleicht die letzte Veranstaltung des Vereins zur Förderung Behinderter im Mittelburgenland. Mit dabei waren Helga Gurtner, Christine Csecsele, Christine Bauer, Johnny Berlakovich, Vizebürgermeister Markus Perl, Gerhard Vukovich, Obfrau Sissy Dorn und Bezirkshauptmann Klaus Trummer (v.r.).TRITREMMEL  |  NOEN
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VON MICHAELA TANZLER

OBERPULLENDORF / Der Verein zur Förderung Behinderter im Mittelburgenland wird bei der Generalversammlung im Februar aufgelöst werden. „Der Verein hat seinen Zweck erfüllt. Die notwendige Infrastruktur wurde aufgebaut. Nun ist alles da“, erklärt Obfrau Elisabeth Dorn dazu und verweist auf Einrichtungen wie die Förderwerkstätte von „Rettet das Kind“, und das Behindertenwohnheim Haus St. Stephan.

Als der Verein 1981 als „Elternverein Mittelburgenland zur Betreuung Behinderter“ unter Obmann Walter Rathmanner gegründet wurde, gab es dies alles noch nicht. Ziel des Vereins war es damals, eine starke Vertretung für behinderte Menschen zu sein.

Von der Förderwerkstätte bis 

Nicht zuletzt dem Durchsetzungsvermögen des damaligen Vereinsvorstandes war es laut Dorn zu verdanken, dass im Jahre 1989 die Förderwerkstätte „Rettet das Kind“ gegründet wurde.

In der Ära von Obfrau Christa Bauer, die die Vereinsführung im Jahr 1991 übernahm, erfolgte dann 1994 die Eröffnung des Behindertenwohnheims Haus St. Stephan. Dieses wurde von der Caritas mit Unterstützung des Vereins finanziert. Letzterer hat auch einen behindertengerechten Bus für das Wohnheim angeschafft.

In der 15-jährigen Obfrauschaft von Elisabeth Dorn folgten dann die finanzielle Unterstützung des Umbaus der Förderwerkstätte und die Überdachung im Garten bei der Werkstätte, die Schaffung eines Therapieraums im Haus St. Stephan und die behindertengerechte Neugestaltung des dortigen Gartens.

Über all die Jahre hindurch wurden auch verschiedene Ausflüge in Österreich und ins benachbarte Ausland sowie Veranstaltungen wie Pokalfischen mit den Fischern aus Rattersdorf und Kalkgruben, Treffen mit den Biker-Freunden oder den Freunden aus dem ungarischen Zsira, Besuche bei der Stadtfeuerwehr oder Vorträge von Ärzten organisiert. Parallel dazu unterstützte der Verein in den vergangenen drei Jahrzehnten durch finanzielle Beiträge die Förderwerkstätte, das Wohnheim Haus. St. Stephan, das Haus Lisa, die Sonderschule und auch sehr viele behinderte Menschen, die zu Hause gepflegt und unterstützt werden. Mittlerweile erfahren diese Einrichtungen dank der unermüdlichen bewusstseinsbildenden Arbeit des Vereins zur Förderung Behinderter im Mittelburgenland (finanzielle) Unterstützung direkt von Vereinen, Organisationen und Privatpersonen. „Ich möchte mich bei unseren vielen Freunden und Gönnern bedanken und bitte sie weiterhin um ihre Unterstützung der verschiedenen Einrichtungen“, unterstreicht Dorn. „Ich glaube es ist uns sehr viel Gutes für unsere behinderten Freunde gelungen. Sie gehören ganz einfach dazu, jeder kennt sie, jeder mag sie. Daher glaube ich, wir haben unsere Sache gut gemacht und den Sinn des Vereins, Integration und Miteinander, erfüllt.“