Erstellt am 31. Oktober 2012, 00:00

vier Gemeinden. sind die Bürger am kommenden Sonntag aufgefordert, ihren Ortschef zu wählen.

BEZIRK OBERPULLENDORF /  Für vier Gemeinden im Bezirk Oberpullendorf ist der kommende Sonntag ein Wahltag. Da in Kobersdorf, Lutzmannsburg, Mannersdorf und Ritzing bei der Bürgermeisterwahl am 7. Oktober keiner der Kandidaten mehr als 50 Prozent der Wählerstimmen erhielt, müssen die Bürgerinnen und Bürger in diesen Gemeinden bei einer Stichwahl entscheiden. Ingesamt sind 5.704 Gemeindebürgerinnen und -bürger aufgerufen, ihren Ortschef bzw. ihre Ortschefin zu wählen.

Besonders knapp war das Ergebnis beim ersten Wahlgang in der Großgemeinde Mannersdorf: nur zwei Stimmen trennten am 7. Oktober die beiden Kandidaten beim ersten Wahlgang. 48,41 Prozent bzw. 701 Stimmen konnte der amtierende Bürgermeister Rudolf Draskovits von der ÖVP verbuchen, sein Vize Johann Schedl von der SPÖ 699 Stimmen bzw. 48,27 Prozent. Draskovits tritt bereits zum wiederholten Male als Bürgermeister an, Schedl zum ersten Mal (2007 stellte sich Walter Kuntner als Spitzenkandidat der SPÖ in Mannersdorf der Wahl). Die verbleibenden 3,31 Prozent bzw. 48 Stimmen entfielen auf den FPÖ-Kandidaten Roland Kozonits.

Die einzige weibliche Kandidatin, die am Sonntag ins Rennen geht, ist Martina Pauer in Kobersdorf. Die bisherige ÖVP-Vizebürgermeisterin löste Johann Binder ab und konnte sich bei ihrem ersten Antreten über das Erreichen der Stichwahl freuen. Sie errang im ersten Wahlgang 35,10 Prozent (569 Stimmen). Ihr Gegenkandidat ist der amtierende Bürgermeister aus Kobersdorf, Klaus Schütz (SPÖ). Er konnte am 7. Oktober 49,17 Prozent bzw. 797 Stimmen für sich verbuchen. Den dritten Bürgermeisterkandidaten stellte die Liste „Zukunft Dorf“, die mit dem Spitzenkandidaten Werner Schöll 255 Stimmen (15,73 Prozent) erreichte.

In Lutzmannsburg sind am Sonntag Bürgermeister Günther Toth von der ÖVP und Christian Rohrer von der Aktiven Dorfliste (ADL) auf dem Stimmzettel zu finden. Für Toth stimmten am 7. Oktober 299 Gemeindebürger und -innen (38,19 Prozent), auf Christian Rohrer von der Aktiven Dorfliste (ADL) entfielen 36,55 Prozent, also 287 Stimmen. Der SPÖ-Kandidat Roman Kainrath konnte 25,16 Prozent (197 Stimmen) auf sich verbuchen. Der amtierende Bürgermeister Toth kann bereits Erfahrung mit Stichwahlen aufweisen: bereits bei der Bürgermeisterwahl im Jahr 2007 musste er sich einer Stichwahl stellen. Er konnte sich damals gegen den Herausforderer Erwin Ohr von der Aktiven Dorfliste durchsetzen.

In Ritzing kommt es bei der Stichwahl zum Duell Bürgermeister gegen Amtmann. Bürgermeister Walter Roisz von der ÖVP erhielt am 7. Oktober 46,01 Prozent, das entspricht 409 Stimmen. Herausforderer Johann Reißner von der SPÖ löste vor der Wahl seinen Bruder Harald ab, der sich nicht mehr als Spitzenkandidat zur Verfügung stellte. Johann Reißner konnte am 7. Oktober 39,82 Prozent, das entspricht 354 Stimmen, auf sich verbuchen. Die restlichen 126 Stimmen (14,17 Prozent) entfielen auf die „Liste für Ritzing“, die mit ihrem Spitzenkandidaten Andreas Guzmits zum ersten Mal antrat.