Deutschkreutz

Erstellt am 20. Juli 2016, 12:11

von RED

Ärger um Preisanstieg in Deutschkreutz. Deutschkreutz‘ Bürgermeister will einen Pendlerstammtisch installieren. „VOR“ betont neues Tarifsystem.

NOEN, .shutterstock/EQRoy

Das neue Tarifsystem im Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) sorgt für massive Beschwerden. Auch Bürgermeister Manfred Kölly (LBL) kann nicht verstehen, warum die Tarife erhöht wurden und will so schnell als möglich einen Pendlerstammtisch installieren.

„Die ganze Situation ist nicht tragbar“

„Wir werden uns vehement gegen die Erhöhung wehren. Ich finde die ganze Situation schlimm und nicht tragbar. Viele Pendler haben sich schon bei mir beschwert“, so Kölly. Auch bei Landtagsabgeordneter Patrik Fazekas (ÖVP) wurden bereits viele Beschwerden deponiert. „Das neue VOR-Tarifsystem führt zu erheblichen Mehrkosten. Jahreskarten von Gemeinden aus dem Bezirk nach Eisenstadt oder Wien wurden massiv teurer. Eine Jahreskarte von Deutschkreutz nach Eisenstadt kostet jetzt 1.008 Euro statt 846 Euro“, kritisiert der Landtagsabgeordnete.

Seitens des „VOR“ heißt es dazu: „Mit der Umstellung auf das neue Tarifsystem konnten wir die gesamte Ostregion in einem umfassenden, einfachen und auch fairen Tarifsystem vereinen. Das alte System war geprägt von Ausnahmeregelungen, wie Überlappungsbereichen, Stichlinien, neutralen Zonen, unterschiedlich großen VOR-Zonen oder unterschiedlichen Preisen je nachdem, ob Sie Bahn und/oder Bus nutzten.“

Und weiter: „Einige Fahrgäste zahlen im neuen Tarifsystem weniger für ihre Wege, das sind vor allem jene, die vormals für kurze Strecken eine ganze oder gar zwei Zonen zahlen mussten. Auf einige Fahrgäste kommen Mehrkosten zu, das betrifft vor allem jene, welchen Ausnahmeregelungen wie Überlappungsbereiche zu Gute kamen. Die meisten Fahrgäste bemerken preislich nichts von der Systemumstellung, da ein Großteil der viel genutzten Relationen gleich günstig bleibt.“

 

Informationen

  • Ab 6. Juli trat ein einheitliches Tarifsystem für den öffentlichen Verkehr in Wien, Niederösterreich und Burgenland in Kraft
  • Ein einfacher Streckentarif ersetzt die bisherigen Zonen im Verkehrsverbund Ost-Region („VOR“) und die Tarifgruppen im System des Verkehrsverbundes NÖ-BGLD („VVNB“). Durch diese Neuerung wurden die beiden Gebieten zu einem zusammen geführt
  • Damit gilt erstmals seit 1984 ein einheitlicher Tarif im Mobilitätsraum der drei Bundesländer
  • Seitens des „VOR“ heißt es: „Die Tarifumstellung ist in Summe einkommensneutral, das heißt es ist dezidiert keine Tariferhöhung, aber auch keine Tarifabsenkung durch die Bank. Um das zu verdeutlichen, wird „VOR“ wie auch von der Arbeitskammer gefordert, ein Jahr nach der Tarifumsetzung eine detaillierte Bilanz öffentlich machen. Dabei wird man auch sehen, ob bzw. wie gut uns die Umsetzung des Auftrages, ein faires, einfaches und umfassendes Tarifsystem für Wien, Niederösterreich und das Burgenland zu schaffen, sowie eine Attraktivierung des Öffentlichen Verkehrs, gelungen ist.“
  • Mehr Infos unter: www.vor.at