Erstellt am 27. Mai 2015, 06:20

Wasser-Debatte: Bürger am Wort. Die Lindgrabener sind aufgerufen, ihre Meinung kundzutun, ob es zu Sanierung oder Verbandsanschluss kommen soll.

Meinung wird erhoben. Am 3. Juni können die Lindgrabener ihre Ansicht zum Thema Wasserversorgung kund tun. Foto: bilderbox.com  |  NOEN, Erwin Wodicka/bilderbox.com

Die Frage, ob die Wasserleitung in Lindgraben saniert wird oder ob es zu einem Verbandsanschluss kommt, sorgt bereits länger für Diskussionen. Nun wird es am 3. Juni eine Meinungsumfrage im Ortsteil der Gemeinde Kobersdorf geben.

Thema in Gemeinderatssitzung

Diese Umfrage war auch Thema bei der Gemeinderatssitzung in der Vorwoche. Ortsvorsteher Arnold Gradwohl (SPÖ) berichtete, dass es eine Ortsausschuss-Sitzung gegeben habe, bei der beschlossen wurde, dass man eine Meinungsumfrage durchführen wird.

„Damit können wir dann sehen, wie die Lindgrabener Ortsbevölkerung dazu steht“, so Gradwohl. Zuerst hatte man den 31. Mai ins Auge gefasst, jedoch hätte der Landeswahlleiter dringend davon abgeraten, diesen Termin zu nehmen. Also entschloss man sich für den 3. Juni, den Mittwoch vor Fronleichnam.

Volksbefragung wurde abgelehnt

Bürgermeister Klaus Schütz berichtete, dass es ein Mail von Vize Martina Pauer (ÖVP) an die Initiative gegeben habe, dass sie die Befragung befürwortet. „Das war in der Gemeinderatssitzung anders.

In der damaligen Sitzung im Dezember betreffend Volksbefragung zu dem Thema stimmten die Gemeinderäte mehrheitlich gegen eine Volksbefragung, Bürgermeister Klaus Schütz, Ortsvorsteher Arnold Gradwohl (beide SPÖ) sowie Gemeinderat Werner Gradwohl (ÖVP) stimmten für eine Befragung, alle anderen anwesenden Mandatare dagegen.

Vize Pauer (ÖVP) entgegnete: „Ich habe gesagt, wenn wir eine Volksbefragung in der Gemeinde machen, wissen wir, wie es ausgeht, und wenn wir eine in Lindgraben machen, wissen wir auch, wie es ausgeht. Das Thema ist aber so sensibel, dass ich denke, dass wir eine Meinungsumfrage machen sollten.“

„Starke Emotionen wirksam“

Auch Gemeinderat Werner Gradwohl (ÖVP) führte aus: „Das Thema ist sehr sensibel, weil hier auch starke Emotionen wirksam sind. Die Meinungsumfrage ist auch ein Versuch, hier Emotionen rauszunehmen.“ Mit dem Ergebnis könne man sehen, wo es in Lindgraben hingehe und daraus Schlüsse ziehen.

Die Fraktion Zukunft Dorf erklärt auf Anfrage der BVZ: „Wir denken, dass es legitim ist, eine Umfrage in Lindgraben durchzuführen, weil diese laut unseren Informationen dazu dient, zu erkennen, wie die Meinung in der Bevölkerung ist. Diese könnte dann in der Folge eine Grundlage für weitere Entscheidungen sein.“ Grundsätzlich seien alle Bemühungen auf sachlicher Ebene zu begrüßen.

Die Initiative Wasserleitung Lindgraben setzt sich für eine Beibehaltung der Eigenständigkeit der Wasserversorgung ein.

Franz Gradwohl von der Initiative Wasserleitung Lindgraben zur Umfrage: „Es war eine Forderung von uns, dass die Bevölkerung in Lindgraben befragt wird. Wir werden die Leute motivieren, dass sie zu der Umfrage gehen.“