Erstellt am 12. Juni 2015, 06:26

von NÖN Redaktion

Wasser: Votum für Sanierung. Die Mehrheit der Lindgrabener sprach sich für einen Erhalt der eigenen Wasserversorgung aus. Die Beteiligung lag allerdings nur bei 34,06 Prozent.

Zählten die Stimmen aus: Werner Gradwohl, Johann Hafenscher, Ortsvorsteher Arnold Gradwohl, Günther Tritremmel und Manfred Gradwohl.  |  NOEN, BVZ

Am Mittwoch fand die Umfrage des Ortsausschusses betreffend der Wasserversorgung statt. Es ging um die Frage, ob diese eigenständig bleiben und saniert werden soll oder, ob an den Verband angeschlossen werden soll.

Die Initiative Wasserleitung Lindgraben, die sich für Eigenständigkeit einsetzt, hat eine eigene Umfrage durchgeführt, da sie den Termin für schlecht gewählt hielt. Die Initiative rief zu einem Boykott der Umfrage am Mittwoch auf – die BVZ hatte berichtet:



Wie auch bei der Landtagswahl waren 229 Lindgrabener bei dieser stimmberechtigt gewesen, 78 nahmen an der Umfrage teil, dies entspricht 34,06 Prozent. Von den 78 abgegebenen Stimmen war eine ungültig, 64 sprachen sich für eine Erhaltung und Sanierung, 13 Bürger für einen Anschluss aus.

„Es tut mir leid, dass nicht mehr Leute gekommen sind und dass die Initiative zum Boykott aufgerufen hat“, so Ortsvorsteher Arnold Gradwohl. Das Ergebnis werde im Ortsausschuss diskutiert, dann wird man damit in den Gemeinderat gehen.

Bürgermeister: „Boykott ist ein Wahnsinn“

Ortschef Klaus Schütz (SPÖ) hatte am Montag noch keine Niederschrift, meint aber: „Es ist ein Wahnsinn, dass die Initiative einen Boykott startet. Wenn man die offizielle Befragung des Ortsausschusses boykottiert, dann hat man kein Interesse daran, dass etwas passiert.“

Das Ergebnis soll nun Thema bei der nächsten Gemeinderatssitzung, die im Juni stattfinden soll, sein. Vize Martina Pauer (ÖVP) sagt auf Anfrage der BVZ zum Ergebnis: „Die 34 Prozent sind deutlich weniger als die 70 Prozent, die sich der Ortsausschuss gewünscht hat.“

Gemeindevorstand Günther Pauer (Zukunft Dorf) führt aus: „Diese Abstimmung ist für mich nicht bindend und für eine Entscheidung im Gemeinderat ist es keine bindende Grundlage.“ Da es sich um Geld der Großgemeinde handle, hätte auch die Großgemeinde abstimmen müssen.

Franz Gradwohl von der Initiative erklärt: „Das Ergebnis ist uns noch nicht bekannt.“ Er verweist auf die Umfrage der Initiative, bei der von 88 Stimmen 84 für eine Erhaltung ausfielen. Bei dieser konnte jeder Wasseranschluss eine Stimme abgeben.