Erstellt am 01. April 2015, 08:49

"Wegen so einer Sache geht Arbeit Bach runter". Eine Oberpullendorferin soll bei Ausstellung Modeschmuckstücke entwendet haben.

Ort des Geschehens: Im Festsaal und Foyer des Rathauses fand die Ausstellung statt, bei der es zu dem Vorfall gekommen sein soll.  |  NOEN, zVg

Dass Gerüchte über Vorfälle in der Kulturvereinigung laut geworden sind, hat den Vorstand dazu bewogen, öffentlich Stellung zu beziehen. Wie nun bekannt wurde, sind bei der Benefizausstellung „benefiz-kreativ“ Ende November im Rathaus zwei Modeschmuckstücke weggekommen. „Diese wurden nur einige Tage danach bei einer bestimmten Person gesehen“, erklärt Obfrau Ingeborg Pammer-Freyler.

Schmuckstücke konnten identifiziert werden

Mithilfe von Fotos habe die betroffene Künstlerin ihre abhanden gekommenen Schmuckstücke identifizieren können. Ihr selbst ist kein Schaden entstanden, da der Vorstand der Kulturvereinigung den Wert der verschwundenen Schmuckstücke abgegolten hat.

„Für uns ist das ein Wahnsinn. Wir haben es bis zum Schluss selbst nicht glauben können und sind menschlich sehr enttäuscht“, heißt es seitens einiger Vorstandsmitglieder. „Es tut uns wahnsinnig leid, mit so etwas überhaupt zu tun zu haben, weil wegen so einer Sache, für die wir nichts können, die Arbeit von über zwanzig Jahren den Bach hinuntergeht. Wir können unter diesen Umständen die Arbeit der Kulturvereinigung nicht weiterführen.“

Nicht nur um den Ruf der Kulturvereinigung nicht durch diese äußeren Einflüsse zu schädigen und aufgrund des geringen Werts der entwendeten Stücke, hat man versucht, dies intern zu lösen und auf eine Anzeige verzichtet.

„Wir wollten  niemanden schaden“

„Wir wollten niemanden schaden. Mit einer Anzeige nimmt man jemanden alles weg. Das hat auch Einfluss auf die Familie“, so die Vorstandsmitglieder. Der Vorfall bei der Ausstellung im Rathaus wurde aber nach seiner Entdeckung im Dezember von der Kulturvereinigung an Bürgermeister Rudolf Geißler gemeldet. „Die Kulturvereinigung hat jahrzehntelang hervorragende Arbeit für die Gemeinde geleistet. Dabei ist es uns sehr wichtig, zu den Proponenten ein gutes Verhältnis zu haben. Die Angelegenheit ist sehr ernst, aber die Fronten sind geklärt“, so Geißler.

Die Oberpullendorferin kann indes nicht verstehen, dass sie nach wie vor verdächtigt wird. Sie habe der Kulturvereinigung bereits mitgeteilt, dass sie die Armbänder, die man an ihrer Hand gesehen haben will, zusammen mit einer Kette gefunden habe. Dafür gebe es auch eine Zeugin. „So einen Verdacht kann ich nicht auf mir sitzen lassen. Ich habe nichts Unrechtes gemacht, geschweige denn irgendwelche Armbänder gestohlen“, spricht sie von Rufschädigung.

Ort des Geschehens: Im Festsaal und Foyer des Rathauses fand die Ausstellung statt, bei der es zu dem Vorfall gekommen sein soll.