Erstellt am 29. Juli 2015, 06:31

von NÖN Redaktion

Nach Häschentreff nun "Hosnhaara" im Visier. Gegen das bereits traditionelle Fest der Jugend Weppersdorf am 31. Juli wurde eine Anzeige eingebracht.

Am Hosnhaara-Fest im Vorjahr: Manuel Renner, Philip Schützenhofer, Maximilian Bendl, Obmann Stefan Böhm, Florian Kovaschitz und Roman Wagner.  |  NOEN, Estl

Vor zwei Wochen brachte das Bündnis der Gastronomie Österreich (BDGA) eine Anzeige gegen das Häschentreff der Jungen ÖVP Draßmarkt ein (

)  – nun hat man das „Hosnhaara-Fest“ der Jugend Weppersdorf im Visier. Die Anzeige lautet gegen „den Veranstalter des Hosnhaara-Fest am 31. Juli wegen unbefugten Ausübens gastronomischer Tätigkeit“ und wurde am vergangenen Donnerstag bei der Bezirkshauptmannschaft Oberpullendorf eingebracht und gleichzeitig der Wirtschaftskammer Oberpullendorf, der Gemeinde Weppersdorf, dem Arbeitsinspektorat, der Finanzpolizei, dem Ministerium für Wirtschaft und der AKM, der Gesellschaft für Autoren, Komponisten und Musikverleger, per Mail zugeschickt.

Grundsätzlich haben gemeinnützige Vereine das Recht, an drei Tagen im Jahr eine Veranstaltung ohne Gewerbeberechtigung abzuhalten. Da es sich laut BDGA bei Jugendvereinen um keine gemeinnützige Vereine handelt, verweist man auf Paragraf 2 Absatz 25 der Bundesabgabenverordnung.

Man schätze das Umsatzvolumen beim „Hosnhaara-Fest“ bei mindestens 1.000 Besucher auf 21.000 Euro (6 Euro Eintritt und Durchschnittskonsumation von 15 Euro).

Veranstaltung wird über die Bühne gehen

Jugendchef Stefan Böhm zeigt sich von der Anzeige nicht überrascht: „Da diese Anzeigen im Bezirk bereits Thema sind, haben wir fast damit gerechnet.“ Und weiter: „Wir werden die Veranstaltung sicherlich nicht absagen. Unsere Erlöse kommen gemmeinnnützigen Zwecken zugute, das soll auch heuer wieder so sein.“

Vonseiten der Bezirkshauptmannschaft Oberpullendorf heißt es: „Dieser Platz unter den Eichen ist eine genehmigte Veranstaltungsstätte. Also hinsichtlich der Veranstaltungsstätte scheint das in Ordnung zu sein“, erklärte Bezirkshauptmann Klaus Trummer.

Letzte Gespräche am Mittwoch

Die gastronomischen Tätigkeiten seien mit Vereins- und Gemeindevertretern am Mittwoch noch zu klären beziehungsweise was auch der Verein mit dem Erlös vor hat.

„Wir haben gleich mit Bürgermeister Erich Zweiler Kontakt aufgenommen. Es bedarf sehr vieler Schritte, um das abzuchecken. Wir sind dabei, uns noch mal die Statuten anzusehen. Die Erlöse der Veranstaltungen wurden oft für gemeinnützige Zwecke verwendet. Momentan ist der Stand der Dinge so, dass wir da keine Hürden gesehen hätten. Ich glaube eher, dass sich die Veranstaltung im grünen Bereich bewegen dürfte“, so Bezirkshauptmann Trummer abschließend.

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