Erstellt am 12. August 2015, 11:29

Quartier für Flüchtlinge. Der Samariterbund Burgenland würde das Flüchtlingsquartier betreiben. 104 Weppersdorfer unterschrieben gegen Projekt..

In diesem Gebäude soll das Flüchtlingsquartier entstehen: Bis zu 20 Personen hätten Platz.  |  NOEN, Estl

In Weppersdorf soll ein Flüchtlingsquartier im Gebäude, wo früher das Bundesheer untergebracht war, entstehen.

Betreiber soll der Samariterbund Burgenland werden. „Wir sind gefragt worden, ob wir als Betreuer tätig sein wollen, da es der Besitzerin des Hauses ein großes Anliegen ist zu helfen. Wir wollten es nur dann tun, wenn auch die Gemeinde dahinter steht. Daher informierten wir Bürgermeister Erich Zweiler und er empfand es als positiv“, schildert Wolfgang Dihanits, Geschäftsführer vom Samariterbund Burgenland.

Samariterbund: "Zurzeit im Prüfungslauf"

Der Samariterbund will dieses Quartier jedoch nur betreiben, wenn alle Bewilligungen vorliegen. „Zurzeit befinden wir uns im Prüfungslauf. Wenn alles durchgeht und das Land Burgenland das Okay gibt, dann übernehmen wir die Betreuung der Flüchtlinge sehr gerne“, fügte Dihanits hinzu.

Außerdem soll das Quartier nicht nur für Einzelpersonen, sondern vorwiegend für Familien beziehungsweise Mütter mit Kindern bereitgestellt werden. „Seitens der Gemeinde war der Wunsch da, die Anzahl von 20 Personen nicht zu überschreiten und wir werden auch versuchen, Familien unterzubringen. Wir haben bereits in Oberpullendorf ein Haus, wo wir Flüchtlinge betreuen. Das in Weppersdorf wäre eine optimale Ergänzung“, so Dihanits.

Die Marktgemeinde Weppersdorf hat nun mehr mit Unterstützung der zuständigen Stellen in der Landesverwaltung die Beurteilung der baurechtlichen und raumplanungsrechtlichen Zulässigkeit vorgenommen. „Daraus ergeben sich mehrere Handlungsoptionen, welche nun von der Gemeinde als zuständiger Bauinstanz bzw. dem Gemeindevorstand und Gemeinderat behandelt werden“, so Bürgermeister Erich Zweiler.

Informationsveranstaltung soll aufklären 

Ein Teil der Bevölkerung von Weppersdorf sprach sich mit einer Unterschriftenliste gegen das Flüchtlingsquartier aus. „Ich habe eine Liste, mit 104 Unterschriften bekommen. Wir nehmen die Bedenken und Ängste der Bevölkerung selbstverständlich weiterhin ernst und werden diese auch bei unserer Entscheidungsfindung einfließen lassen“, so Zweiler.

Um auf Bedenken sowie Ängste der Weppersdorfer Bevölkerung einzugehen, wird, wenn alle offenen Punkte abgeklärt sind, mit dem Samariterbund, dem Referat für Grundversorgung für Fremde und der evangelischen Pfarrgemeinde Weppersdorf eine Informationsveranstaltung durchgeführt.