Erstellt am 21. August 2013, 12:45

Wespen im Vormarsch. Region | Sowohl Rotes Kreuz als auch Freiwillige Feuerwehren im Bezirk Oberpullendorf verzeichneten Zunahme an Einsätzen.

Feuerwehren im Einsatz: Viele Feuerwehren waren in den vergangenen Wochen im Wespeneinsatz. Unter anderem musste auch die Feuerwehr Mannersdorf ein Nest entfernen. Fotos: Feuerwehr Mannersdorf  |  NOEN, Feuerwehr Mannersdorf
Gesundheit | 34 Einsätze aufgrund von Wespen verzeichnete die Landessicherheitszentrale in den vergangenen Wochen im Bezirk Oberpullendorf. Bezirksfeuerwehrkommandant Rudolf Ferscha appelliert, bei einem Wespennest-Fund die Feuerwehr zu rufen. „Die Feuerwehr hat die diesbezügliche Ausrüstung und ist auch dafür ausgebildet“, so Ferscha.

Ausreichend Kühlung und abschwellende Salben empfohlen

In den vergangenen vierzehn Tagen wurde auch das Rote Kreuz vermehrt zu Einsätzen betreffend Wespenstichen gerufen. „Jeder Mensch reagiert anders, Menschen mit allergischen Reaktionen, die darüber Bescheid wissen, haben entsprechende Medikamente dabei“, heißt es vom Roten Kreuz. Man könne die Reaktion aber nicht verallgemeinern.

Aus dem Krankenhaus Oberpullendorf heißt es, dass diese von lokal begrenzten Reaktionen wie Rötungen, Schwellungen bis zu Hautausschlag am ganzen Körper, Übelkeit, Erbrechen sowie Bewusstlosigkeit bis hin zum Kreislaufstilland reichen können.

Am besten versorgt man einen Wespenstich mit ausreichend Kühlung und abschwellenden Salben. Sollte nach Beobachtung jedoch Reaktionen wie etwa geschwollene Augen, Herzrasen oder Ähnliches auftreten, sollte man schnellstmöglich den Hausarzt oder das Krankenhaus aufsuchen. Auch der Autofahrerklub ÖAMTC warnt vor Wespen.

ÖAMTC-Psychologin: „Panik absolut fehl am Platz“, schwere Unfälle als Folge

„Auch wenn es mitunter schwer ist: Panik ist hier absolut fehl am Platz und kann mitunter schwere Unfälle nach sich ziehen“, sagt ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger. Man könne nie ausschließen, dass man während der Fahrt Gesellschaft von Wespen oder Bienen bekomme.

„Alles was man machen kann, ist das Risiko eines unliebsamen Zusammentreffens zu minimieren.“ Besonders aufpassen müssen Motorradfahrer. „Diese haben meist keine Chance das Tier ohne Stich loszuwerden“, so die ÖAMTC-Verkehrspsychologin. „Daher ist es für Zweiradfahrer ganz wichtig, immer mit geschlossenem Visier zu fahren und auch niemals die Bekleidung offen zu lassen.“