Erstellt am 22. Juni 2016, 09:59

von Kim Roznyak

Wieder geht in Pension. Adalbert Wieder geht nach 31 Jahren als Musikschuldirektor in Pension. 1.170 Schüler lernten in seiner Zeit als Direktor ein Instrument. DEUTSCHKREUTZ / Adalbert Wieder ist seit 31 Jahren, also seit der Gründung, Direktor der Musikschule Deutschkreutz.

Beim Abschlusskonzert: Pfarrer Franz Brei, Gerhard Gutschik, Bürgermeister Manfred Kölly, Doris Wieder, Adalbert Wieder, Vizebürgermeister Robert Strobl und Neckenmarkts Bürgermeister Hans Iby.  |  NOEN, Tesch

Adalbert Wieder ist seit 31 Jahren, also seit der Gründung, Direktor der Musikschule Deutschkreutz. „Die erste Erwähnung von einer Musikschule in Deutschkreutz erfuhr ich zu Ostern 1985, wo mich unser ehemaliger Musikschulreferent Rupert Berger ansprach mit den Worten: ‚Gratuliere dir Albert, du bist Direktor von der Musikschule Deutschkreutz.‘ Ziemlich verdattert fragte ich nach, ob dies ein Scherz wäre, da es ja keine Musikschule in Deutschkreutz gab. Er meinte darauf nur, ich werde das schon machen und alles weitere wird sich schon finden“, erinnert sich Wieder an seine Anfangszeiten als Direktor zurück.

"Erinnere mich gern zurück"

Mit Schulschluss tritt er jedoch seine verdiente Pension an. Wieder unterrichtete alle Blechblas-, aber hauptsächliche tiefe Blechblasinstrumente.  Aber auch Blockflöte, Schlagwerk, Akkordeon und Trompete fielen in seinen Aufgabenbereich. Jedes Mal wenn einer seiner Schüler die Aufnahme in eine Uni oder in ein Konservatorium geschafft hat sowie die vielen Wettbewerbserfolge bei Landes- und Bundeswettbewerben zählt Wieder zu seinen Highlights als Direktor der Musikschule.

„Auch an die Schulneubauten in Deutschkreutz und Neckenmarkt erinnere ich mich gerne zurück“, so Wieder. Ein Lächeln ins Wieders Gesicht zaubern auch weitere zahlreiche Erinnerungen, wie zum Beispiel die vielen schönen Konzerte seiner Schüler und Lehrer, die Auftritte mit der Schul-Big-Band sowie die USA-Reise mit einem Brassquintett der Musikschule. Mit 12 Jahren bekam Wieder sein erstes Tenorhorn. Er erlernte zahlreiche weitere Instrumente sowie Posaune, Tenorhorn und Euphonium sowie das Schlagzeug, welches zu seinen neuesten Hobbies zählt.

Wieder war elf Jahre Bezirkskapellmeister

Mit 21 Jahren gründete Wieder den Musikverein Weinland Neckenmarkt-Horitschon und war von 1977 bis 2000 Kapellmeister. Weiters hatte er auch elf Jahre lang die Funktion des Bezirkskapellmeisters inne. Im 1976 gründete er den gemischten Chor „Arion Neckenmarkt“ und war bis 1988 selbst Chorleiter. „Derzeit freue ich mich auf die Auftritte mit der Blaskapelle ‚WIEDERlich‘“, so Wieder.

In seiner Pension will Wieder aufgeschobene Reisen unternehmen, mehr üben, arrangieren und komponieren sowie Tennis spielen und Kochen. Im Zuge eines Umbaus im Jahr 2003 wurde der Musikschule der Namen „Carl Goldmark Musikschule“ gegeben. Neben der Stammschule in Deutschkreutz werden bestimmte Fächer auch in den Gemeinden Neckenmarkt, Horitschon, Unterpetersdorf, Großwarasdorf, Ritzing und Raiding unterrichtet.

Derzeit werden 247 Schüler von 15 diplomierten Lehrkräften unterrichtet. „1.170 Schüler lernten seit 1985 ein Instrument. Einige davon sind heute Berufsmusiker in Orchestern oder Theatern oder selbst Musiklehrer an unserer Schule oder anderen Musiklehranstalten. Nicht zu vergessen sind die vielen Musiker in den Musikvereinen, Bands und sonstigen Musikgruppen, die bei uns ein Instrument erlernten“, fügte Wieder hinzu.

Bis zur Ausschreibung im Dezember und darauf folgender Besetzung wird Gottfried Putz von der Zentralmusikschule Oberpullendorf die Carl Goldmark Musikschule mitbetreuen.