Erstellt am 12. September 2012, 00:00

Wildschweine wüten in Maisfeldern. Schäden /  Vor allem bei Silomais gibt es auf den Feldern Verluste. Auch bei Rüben- und Sonnenblumenfeldern bestehen Probleme.

BEZIRK /  „Es ist ein gravierendes Problem“, so beschreibt Johann Eichberger vom Landwirtschaftlichen Bezirksreferat die Situation betreffend der Wildschweinschäden. „Man sieht die Schäden jetzt, da der Mais geerntet wird. In Lackenbach wurde sogar teilweise früher geerntet, um Schäden zu vermeiden.“ Dies beträfe vor allem den Silomais, der im Bezirk etwa 300 Hektar Anbaufläche ausmacht. „Wir haben zwar nicht die Flächen wie etwa im Südburgenland, aber für die Maisbauern ist es auf jeden Fall ein Problem“, führt Eichberger weiter aus. Eichberger berichtet auch von Schäden an Sonnenblumen-Kulturen.

„Die Wildschadensituation im Bezirk ist problematisch und für die Jägerschaft trotz intensiver Bejagung des Schwarzwildes in manchen Revieren beinahe nicht zu lösen“, meint Bezirksjägermeister Reinhold Iby. Durch die zunehmende Größe der Maisfelder würde das Wild diese auch am Tag nicht mehr verlassen, so Iby weiter. „Auch Schäden in Getreide- und Rübenfeldern sowie im Grünland bereiten der Jägerschaft immer mehr Probleme. Das Hauptproblem ist die hohe Vermehrungsrate durch das große natürliche Futterangebot im Feld, durch die Eichenmast im Wald und durch die milden Winter.“

Arbeitsgruppe wurde eingerichtet 

Es sei 2011 nicht gelungen, die Abschussquote von 2010 zu erreichen. „Die Jägerschaft hat neben der intensiven Bejagung nur die Möglichkeit durch Gespräche zur Zusammenarbeit mit den Grundbewirtschaftern die Schäden in Grenzen zu halten“, so Iby. Außerdem sei eine Arbeitsgruppe beider Vertretungen eingerichtet worden, die Richtlinien ausarbeitet.