Erstellt am 28. Mai 2014, 10:05

Wirbel um illegal gelagerten Schutt. Probeschürfungen notwendig / Die Gemeinde Weppersdorf sagt illegalen Erd- und Schuttablagerungen den Kampf an.

Vor einer der Probeschürfungen: Michael Blecha, Vizebürgemeister Franz Geissler und Baggerfahrer Markus Pauer.  |  NOEN

Am Freitag wurden im Tschurndorfer Lehmgraben zwischen Kalkgruben und Tschurndorf Probeschürfungen durchgeführt, da es zu nicht genehmigten Erd- und Schuttablagerungen gekommen war. „Wir haben den behördlichen Auftrag bekommen, den Boden hier zu untersuchen und zu dokumentieren“, so Vizebürgermeister Franz Geissler. Vier Probeschürfungen, mit etwa drei bis fünf Meter Tiefe, müssen gemacht werden. Auch Wasserproben müssen entnommen werden.

Diese werden von Michael Blecha, Zivilingenieur für technische Chemie, durchgeführt und sind für die Gemeinde Weppersdorf mit großen Kosten verbunden. Man rechnet etwa mit 3.000 Euro. „Das Geld hätten wir sinnvoller investieren können, etwa in die Schulen und Kindergärten der Großgemeinde“, ärgert sich Vizebürgermeister Franz Geissler. Die Gemeinde werde jetzt eine „Aktion scharf“ gegen Müllsünder machen. Sollte es wieder zu solchen Vorkommnissen kommen, werde es auch zu Anzeigen kommen. „Dann muss auch der Verursacher die Kosten der Probeschürfungen übernehmen“, so der Vizeortschef. Die Proben werden nun weiter analysiert.

Untersuchung auf Lösungsmittel und Benzin

Zivilingenieur Michael Blecha führt aus, dass im Bodenabfallwirtschaftsplan festgelegt ist, auf welche Stoffe die Proben untersucht werden. „Beispiele sind etwa Lösungsmittel und Benzin. Bauschutt darf bis zu fünf Prozent enthalten sein“, so Blecha. In ungefähr zwei Wochen werden die Ergebnisse der Probeschürfungen in Tschurndorf erwartet. Dann läge es bei der Behörde, was weiter passiert. Bezirkshauptmannstellvertreterin Ursula Korner kann zum aktuellen Fall nichts sagen, da es sich um ein laufendes Verfahren handelt. Grundsätzlich hält sie allerdings fest: „Deponierung kann es nur auf entsprechenden Erdaushubdeponien geben.“ Falls es sich um eine stoffliche Verwertung, etwa bei einer baulichen Verwendung handle, müsse bekannt sein, woher das Material kommt und wie es sich zusammensetzt. „Wir raten jedem, der eine stoffliche Verwendung vorhat, Kontakt mit der Behörde aufzunehmen“, so Korner.