Erstellt am 09. Mai 2012, 07:40

Wirbel ums Altersheim. STREIT / Die Gewerkschaft ortet eine Hatz des Samariterbundes auf Betriebsräte. Dort heißt es, man habe auf Vorfälle reagiert.

WEPPERSDORF / vida-Landesgeschäftsführer Ernst Gruber zeigt sich empört, denn seiner Meinung nach versucht der Samariterbund Burgenland seine Betriebsräte los zu werden. So auch im Pflegekompetenzzentrum in Weppersdorf.

„Machenschaften sollen  ein Ende nehmen“

„Man hindert sie an ihrer Arbeit, setzt falsche Gerüchte in die Welt und versucht, sie mundtot zu machen, indem man sie von der Arbeit freistellt. Wir fordern die Verantwortlichen auf, diesen Machenschaften ein Ende zu setzen“, so Gruber. Betriebsräte sollen laut der Gewerkschaft vida mit System so lange schikaniert werden, bis sie selbst das Handtuch werfen und das Unternehmen verlassen.

Auch die Entlohnung in den Pflegeheimen ist ein großer Kritikpunkt. „In jeder neu eröffneten Einrichtung beginnen wir wieder bei Null und müssen um die richtige Einstufung kämpfen“, heißt es von der betreuenden Gewerkschaft vida Burgenland.

„Wir haben weder etwas gegen Betriebsräte noch gegen die Gewerkschaft“, stellt Geschäftsführer Wolfgang Dihanits vom Samariterbund Burgenland klar. Im Fall Weppersdorf habe es Beschwerden von Angehörigen über Missbrauchs-Vorfälle gegeben. „Diesen sind wir nachgegangen und haben gehandelt und dies vor das Arbeits- und Sozialgericht gebracht“, so Dihanits weiter. „Für uns ist klar, dass Betriebsräte wichtig sind. Aber wenn etwas nicht so ist, wie es sein soll, müssen wir tätig werden. Wir können dann aufgrund der Betriebsratstätigkeit keine anderen Maßstäbe walten lassen. Das Wichtigste sind unsere Bewohner.“

Auch das Land beschäftigt sich mit dem Fall in Weppersdorf. „Ich habe eine entsprechende Überprüfung angeordnet“, erklärt der zuständige Soziallandesrat Peter Rezar.