Erstellt am 23. Januar 2013, 00:00

Wirtschaftsfaktor Ball. Saison / In den Gasthäusern und auch bei Modemachern des Bezirks Oberpullendorf freut man sich über den Umsatz.

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BEZIRK /  Die Ballsaison ist auch im Bezirk Oberpullendorf in vollem Gang. Während im Ballkalender auch neue bezirksweite Bälle wie der Lehrerball, der im Vorjahr zum ersten Mal über die Bühne ging, zu finden sind, fehlt in der heurigen Saison ein anderer traditioneller, der Bezirksball der mittelburgenländischen Wirtschaft. Aufgrund des kurzen Faschings und der vielen Veranstaltungen habe man sich dazu entschlossen, diesen heuer nicht zu organisieren, so Stefan Kneisz, Regionalobmann der Wirtschaftskammer. „Der Ball hat gut funktioniert“, so Kneisz. Von den Gästen habe man aber die Rückmeldung bekommen, dass man sich etwas anderes einfallen lassen solle. „Wir wollen vermehrt junge Unternehmer ansprechen und eine moderne Sommerparty Anfang Juni veranstalten“, so Martina Mohapp, die dem Komitee vorsteht, das die Veranstaltung neu organisiert.

Mohapp: „Jetzt ist die Hauptsaison“ 

Die Modemacherin aus Stoob hat zurzeit einiges zu tun. Bei uns ist gerade Hauptsaison“, so Mohapp im Gespräch mit der BVZ. Bis zum Ende des Faschings lassen sich viele Kunden speziell für Bälle etwas schneidern – von ganz großen Roben über schlichte Kleider bis zu Dirndlkleidern, führt sie aus. Heuer im Trend seien Rücken-dekolletés, Kleider mit Spitzen und solche aus weichen, fallenden Stoffen. „Auch Taftkleider mit schmalen Schnitten werden derzeit viel nachgefragt. Von den Farben sind Veilchenblau, Nude, Silber und Orange im Trend“, verrät Mohapp.

Auch für die Gasthäuser im Bezirk ist die Ballsaison ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. „Für uns sind die Bälle schon wichtig, im Sommer gibt es eher die Freiluftveranstaltungen. Wir sind froh, dass es die Bälle im Winter gibt“, so Elfriede Kappel vom Burgenländer Hof in Pilgersdorf. Allerdings konnte man in den vergangenen Jahren einen Besucherrückgang bemerken. Im Gasthaus Muschitz in Markt St. Martin kann man dies nicht bestätigen. „Hier ist der Besuch eher gleichbleibend“, so Josef Muschitz. „Die Ballsaison ist aber sehr wichtig für die Dorfgemeinschaft, und auch für den Umsatz. Jänner und Feber sind sonst allgemein ein bisschen schwächer, daher sind die Bälle sehr wichtig für uns.“

Für die Feuerwehren sind die Bälle ebenfalls sehr wichtig, so Bezirksfeuerwehrkommandant Rudolf Ferscha. „Vom wirtschaftlichen Faktor sind sie unabdingdar, da sie einen Teil der Einnahmen der Feuerwehren darstellen. Aber auch für die Geselligkeit sind sie sehr wichtig, da sie kameradschaftsfördernd sind“, meint Ferscha. Viele andere Bälle gäbe es gar nicht mehr, meint der Bezirksfeuerwehrkommandant, während die Feuerwehrbälle zum größten Teil bewahrt blieben. „ Die Feuerwehrbälle sind überparteilich, und die Feuerwehr macht mit dem Geld etwas für die gesamte Ortsgemeinschaft“, meint Ferscha.

Hochsaison für Tänzer: Andrea und Werner Bschaden drehten am Arbeiterball in Oberpetersdorf einige Runden.