Erstellt am 17. Juni 2015, 10:07

von NÖN Redaktion

Wohnen mit Lebensfreude. Gemeinde Neutal, Oberwarter Siedlungsgenossenschaft und Rotes Kreuz setzen eine Wohnhausanlage für Jung und Alt um.

Geplantes Projekt: Baustart für die einzigartige Wohnhausanlage soll im Frühjahr 2016 sein, die Fertigstellung ist für Herbst 2017 geplant.  |  NOEN, Architekt Christian Dominkovits

Eine betreute Seniorenwohngemeinschaft mit sechs Einheiten, ein Seniorentageszentrum mit zwölf bis vierzehn Plätzen, zwei Seniorenappartements für Paare oder Singles und acht Start-Mietwohnungen für Junge und das alles unter einem Dach: Lebensfreude. SoWoNeu. (Soziales Wohnen Neutal) ist der Titel eines, wie Bürgermeister Erich Trummer sagte „landesweit einzigartigen Pilotprojekts“, das von der Gemeinde mit Architekt Christian Dominkovits, der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft und dem Roten Kreuz entwickelt wurde. Am Sonntag wurde dieses bei einer Bürgerversammlung präsentiert.

Projekt soll in einer „prominenten Lage“ umgesetzt werden

Das Projekt soll in einer wie es Architekt Christian Dominkovits bezeichnete „prominenten Lage“ umgesetzt werden, nämlich nahe am Dorfzentrum und gleichzeitig in einer Grünlage direkt am Stooberbach – auf der ehemaligen Pfarrwiesn. Besondere Herausforderung bei der Planung sei es gewesen, die vielen verschiedenen Funktionen in einem Gebäude unterzubringen, so dass alle miteinander, aber auch privat leben können. „So dass Kommunikation entstehen kann, aber nicht entstehen muss“,meint Dominkovits.

So haben beispielsweise die Startwohnungen im Obergeschoss einen eigenen Zugang. „Diese sollen leistbar sein“, wies OSG-Geschäftsführer Alfred Kollar darauf hin, dass sich die Miete bei knapp fünf Euro pro Quadratmeter bewegen und es keine Anzahlung geben wird, dafür aber eine fertige Küchenzeile.

Seniorentageszentrum soll 2x wöchentlich geöffnet werden

Diese gibt es auch in den Einheiten der Seniorenwohngemeinschaft, die auch über barrierefreie Einlagerungsräume und Terrassen verfügen. Das Seniorentageszentrum soll an zwei Tagen in der Woche offen stehen und einerseits den Bewohnern der Seniorenwohngemeinschaft dienen, auf der anderen Seite aber auch älteren Menschen, die zu Hause gepflegt werden und deren Angehörige Entlastung brauchen. „Es geht nicht darum zu beaufsichtigen, sondern dass es eine aktivierende Betreuung gibt“, betont Bürgermeister Trummer.

Gewährleistet wird dies ebenso wie die Betreuung und die Notrufhilfe vom Gesundheits- und Sozialdienst des Roten Kreuz, der schon viele Jahre einen Stützpunkt in Neutal hat und mit ins neue Haus übersiedeln wird. Die Bewohner der Seniorenwohneinheiten bekommen von Rotem Kreuz und OSG Gesamtpakete angeboten, die Miete und Betreuung inkludieren. Der Baustart ist für kommendes Frühjahr geplant, die Fertigstellung für Herbst 2017.