Erstellt am 05. September 2012, 00:00

Ziel der FPÖ: „Absolute sollte gebrochen werden“. WAHL / Stefan Giefing, ehemaliger FPÖ-Gemeinderat, wird nochmals kandidieren. Er tritt auch zur Bürgermeisterwahl an.

VON MICHAELA GRABNER
OBERPULLENDORF / Nach der Gemeinderatswahl im Jahr 1997 saß Stefan Giefing schon einmal für die FPÖ im Oberpullendorfer Gemeinderat.

Bei den Wahlen am 7. Oktober tritt der 61-jährige Präparator nun abermals an – sowohl als Spitzenkandidat für die Gemeinderatswahl als auch als Kandidat für die Bürgermeisterwahl. „Ich wollte eigentlich Jüngere nach vorne lassen“, erklärt Giefing. Die FPÖ hätte in Oberpullendorf auch zwei mögliche Spitzenkandidaten gehabt. Wie sich herausgestellt hatte, seien aber beide nicht im Wählerverzeichnis drinnen, „obwohl sie schon länger da sind“, meint Giefing. „Niemand traut sich kandidieren, aus Angst um seinen Arbeitsplatz, weil es den Proporz gibt“, sieht Giefing ein allgemeines Problem für die FPÖ.

Drei Kandidaten auf der  Liste der FPÖ

 

Da er diese nicht im Stich lassen wollte, stellt sich Stefan Giefing nun wieder der Wahl. Bereits Anfang 2011 hatte er innerhalb der FPÖ Verantwortung übernommen und bei der Neugründung der Stadtgruppe Oberpullendorf die Funktion des Obmannes übernommen.

Die Ausgangslage für die Wahl sieht der FPÖ-Spitzenkandidat als äußerst schwierig an: „Wir sind nicht so eine große Gruppe. Die anderen haben alle 46 Kandidaten“, rechnet Giefing vor, der auf ein Mandat hofft. Die FPÖ selbst wird mit drei Kandidaten ins Rennen gehen. Ziel ist es, die Absolute in der Stadt zu brechen. Derzeit hat die ÖVP zwölf, die SPÖ zehn und die Grünen ein Mandat im Gemeinderat inne.

„Wir sind in einer Demokratie. Dass nur eine Partei machen kann, was sie will, ist nicht das Wahre“, meint Giefing. „Vielleicht sind es gerade so viele Stimmen, dass die Absolute weg ist.“