Erstellt am 17. Juni 2016, 11:16

von Elisabeth Kirchmeir

Zoff um Sperrstunde: Wirt wurde aggressiv. Drei Stunden nach der Sperrstunde hatte ein Lokal noch immer offen. Als die Polizei kam, wurde Mann der Wirtin aggressiv.

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Widerstand gegen die Staatsgewalt wurde einem 55-jährigen türkischen Staatsbürger vorgeworfen, der sich vorige Woche vor Gericht verantworten musste.

Am 28. Februar 2016 war im Lokal der Gattin des Angeklagten noch lustig gefeiert worden. Über die für 1 Uhr morgens verhängte Sperrstunde setzte man sich großzügig hinweg.

Es war bereits 4 Uhr, als zwei Polizisten den Gastronomiebetrieb aufsuchten, um endlich die Schließung des Lokals durchzusetzen. Sie hatten nicht mit dem stark alkoholisierten Ehemann der Lokalbesitzerin gerechnet. Dieser drängte die Beamten mit Gewalt aus den Räumlichkeiten.

Und nicht nur das: Er beschimpfte die Polizisten grob und wurde immer aggressiver. Einer der Polizisten gab zu Protokoll, der Angeklagte habe vor lauter Wut sogar Schaum vor dem Mund gehabt.

Polizei musste Verstärkung anfordern

Schließlich wurde Verstärkung angefordert und der Mann der Wirtin festgenommen. Der türkische Staatsbürger, der nach eigenen Angaben seit 28 Jahren in Österreich lebt, jedoch nur gebrochen Deutsch spricht, bekannte sich vor Richter Alexander Glanz zunächst nicht schuldig.

Er schwankte in seiner Verantwortung zwischen „Ich kann mich nicht erinnern“ und „Wie soll ich vier Polizisten schlagen?“

960 Euro Geldstrafe blühen Angeklagtem

Nach längerer Befragung durch den überaus geduldigen Richter gab der Angeklagte jedoch zu, dass sich der Vorfall so ereignet haben könnte, wie angeklagt, und dass er eventuell einen Fehler gemacht haben könnte. „Ich wollte nicht, dass so etwas passiert“, sagte der Mann.

Verurteilt wurde er zu 960 Euro Geldstrafe und er nahm dieses Urteil an.