Erstellt am 20. Juli 2011, 00:00

Züge werden gestrichen. DREI FAHRGÄSTE IM SCHNITT / Ab 1. August verkehren nur mehr sechs Personenzüge zwischen Deutschkreutz und Horitschon.

DEUTSCHKREUTZ / Bürgermeister Manfred Kölly fordert ab August die Einstellung der Bahnstrecke von Deutschkreutz nach Neckenmarkt. Diese Strecke rentiert sich wirtschaftlich nicht, erklärt Kölly zu seiner Forderung.

Tatsächlich zeigen Zahlen der ÖBB, dass die durchschnittliche Frequenz auf den Zügen dieser Strecke nur drei Fahrgästen entspricht. Die ÖBB sind vom ursprünglichen Plan der Elektrifizierung der Strecke Deutschkreutz - Neckenmarkt/Horitschon abgegangen und planen die Zugverbindungen zu kürzen. Ab 1. August 2011 muss die Mehrzahl der Zugverbindungen zwischen Deutschkreutz und Neckenmarkt/Horitschon, aufgrund zu geringer Inanspruchnahme, eingestellt werden. 6 Personenzüge (Regionalexpresszüge) verkehren aber weiterhin über Mattersburg nach Wien, erklärt ÖBB-Pressesprecher Mario Brunnmayr. Die sechs Züge werden um 4.35, 4.50 und 5.35 Uhr von Neckenmarkt/Horitschon nach Deutschkreutz und um 17.14, 18.14 und 19.14 Uhr von Deutschkreutz nach Neckenmarkt/Horitschon fahren. Das ist eine Entscheidung der ÖBB, die im Rahmen des Schienenverkehrsgesamtkonzeptes entschieden wird, heißt es aus dem Büro von Verkehrsreferent Landeshauptmann Hans Niessl.

Dort weist man darauf hin, dass von Horitschon/Neckenmarkt nach Deutschkreutz täglich 11 und in die Gegenrichtung 10 Busse verkehren. Es bestünden entsprechende Umsteigemöglichkeiten auf die Bahn ohne Wartezeiten. Die Busse benötigen für die Strecke zirka 11 Minuten, während die Züge rund 15 Minuten brauchen würden.