Erstellt am 30. November 2011, 08:32

Zwist im Wasserverband. UNEINIG / Beim Wasser- und Abwasserverband Lockenhaus geht die Zusammenarbeit zwischen der SPÖ und ÖVP auseinander.

LOCKENHAUS / Laut SPÖ hat Obmann Rudolf Pfneisl den Weg des gemeinsamen Arbeitens im Vorstand verlassen. Die willkürlich angesetzten Sitzungen würden jeglicher demokratischer Vorgehensweise entbehren. „Es wird mit der Mehrheit einfach darüber gefahren“, ist sich die SPÖ-Fraktion einig. Ein Grundsatzbeschluss, wonach das Betriebsgebäude in Klostermarienberg mit einem Investitionsvolumen in Höhe von 295.000 Euro saniert werden soll, wurde alleine beschlossen. Bei der darauf- folgenden Sitzung sei bereits über die Auftragsvergabe abgestimmt worden.

Laut SPÖ-Fraktion gäbe es allerdings wichtigere Sanierungsarbeiten zu tätigen. Die Quellen- und Leitungssanierung hätte Vorrang, da die Leitungen bereits über 50 Jahre alt sind.

Obmann Rudi Pfneisl (ÖVP) sieht das allerdings anders: „Wenn die SPÖ sich für die Sitzungen entschuldigen lässt, muss ich eben alleine entscheiden. Diese Entscheidungen sind wichtig und wir sollten keine Zeit verlieren, da das Gebäude dringend saniert werden muss. Das nennt man Arbeitsverweigerung, wenn man vorgibt, man habe etwas bei der Feuerwehr zu tun und anschließend sitzt man im Wirtshaus.“ Obmann-Stellvertreter Stefan Hauser und die SPÖ sind aber gegen die Gebäudesanierung: „Bis dato hat uns der Obmann kein Finanzierungskonzept präsentiert. Wie soll das der Verband bezahlen? Wird das auf den Kunden mit Preiserhöhungen abfallen? Es ist unsere Pflicht, die Kunden zu informieren.“

Pfneisl kontert: „Ich habe mich mit dem Geschäftsführer abgesprochen und wir haben genug Budget zur Verfügung. Warum sollten wir für unser Büro Miete zahlen, wenn uns in Klostermarienberg eigene Räumlichkeiten zur Verfügung stehen.“ Die SPÖ fordert den Obmann auf, ein Finanzierungskonzept auf den Tisch zu legen. Auch eine mittelfristige Liquiditätsvorschau für 2012, ein erforderlicher Finanzmittelbestand für laufende Zahlungen im Geschäftsjahr sowie ein Investitionsplan der nächsten fünf Jahre und deren Kostenschätzung werden von der SPÖ-Fraktion bis zur Sitzung am 13. Dezember gefordert.