Erstellt am 13. Februar 2013, 00:00

125 Strommasten fallen. Technik / Netz Burgenland demontiert 33 Kilometer lange Leitung. Arbeiten sollen bis zum Sommer abgeschlossen werden. Kosten: 600.000 Euro.

Wie ein „Christbaum“. Bei diesem Hochspannungsmasten in Unterwart wurden die Stromkabel schon demontiert. Insgesamt werden 125 Masten von Rotenturm bis Oberpullendorf abgebaut.Gyaky  |  NOEN
Von Vanessa Bruckner

UNTERWART / Es war eine Auflage für die 2009 in Betrieb genommene 380 kV-Hochspannungsleitung: Kommt die 380 kV-Leitung, muss die bestehende 110-kV-Leitung im Raum Unterwart abgebaut werden, um die Landschaft nicht zusätzlich zu belasten.

Demontage von 125 

Jetzt ist es so weit. Die Netz Burgenland demontiert die 33 Kilometer lange Leitung, die vom Umspannwerk Oberpullendorf bis zum Umspannwerk in Rotenturm verläuft. „Die Leiterseile wurden bereits abgebaut“, informiert Peter Sinowatz, Geschäftsführer der Netz Burgenland und sagt weiter: „Bis zum Sommer dieses Jahres werden auch die, in Summe 125 Gittermasten, abgetragen werden.“ Die Kosten für die gesamte Demontage belaufen sich auf rund 600.000 Euro.

Warum man mit dem Abbau der Leitung, die auch durch Unterwart und Oberwart führt, so lange gewartet hat, erklärt Sinowatz wie folgt: „Im Umspannwerk Rotenturm sind erst zwei Regelhauptumspanner in Betrieb genommen worden, die ab sofort einen 380-kV-Ringschluss garantieren. Dadurch kann man jetzt endlich komplett auf die 110-kV-Leitung verzichten.“

Horvath: „Keiner baut 

Einer, der auch gut auf die 380 kV-Leitung verzichten hätte können, ist Unterwarts Bürgermeister Josef Horvath. Er war einer der schärfsten Kritiker des Projektes und ging dafür sogar bis zum Umweltsenat. „Die Leitung steht heute zwar, aber zumindest hat man die Stromleitung am Ende weiter weg vom bewohnten Gebiet errichtet, als ursprünglich geplant“, sagt Horvath.

Dass jetzt ein Ende der 110- kV-Leitung in Sicht ist, freut Horvath ebenfalls: „Diese hat auch über das Gewerbegebiet von Unterwart geführt, die Grundstücke dort waren total überspannt. Wer baut denn bitte auf einem Platz, über den eine Hochspannungsleitung läuft?“