Erstellt am 20. Juli 2016, 05:47

von Wolfgang Millendorfer und Vanessa Bruckner

So wird das neue Spital. Details zum Krankenhaus-Neubau in Oberwart präsentiert. Hinter den Kulissen wird weiterhin diskutiert.

Das Modell präsentierten Franz Ederer, Norbert Darabos und René Schnedl (v.l.) der Öffentlichkeit.  |  zVg

„Dieser Bau ist nichts Unmögliches, sondern fordernd“, brachte es Gesundheitslandesrat Norbert Darabos (SPÖ) bei der Präsentation der ersten Pläne für das neue Krankenhaus Oberwart auf den Punkt. Franz Ederer vom steirischen Architekturbüro „Ederer + Haghirian“, dem Generalplaner, erklärt, das neue Krankenhaus werde sich durch eine modulare Bauweise auszeichnen.

So will man vor allem übersichtliche, kleinere und „menschliche Räumlichkeiten“ schaffen. „Endlos lange Flure gehören damit der Vergangenheit an“, betont Ederer. Mit der modularen Bauweise will man außerdem rasch auf neue Gegebenheiten reagieren und eine 24-Stunden-Betreuung in allen Bereichen abdecken können.

Start und Fertigstellung des Neubaus: ungewiss

Das neue Krankenhaus soll auf der freien Fläche zwischen dem bestehenden Spital und dem Wasserwerk Oberwart errichtet werden. Damit kann man während der Bauzeit einen ungestörten Betrieb garantieren. Außerdem kommt ein neues Parkhaus.

Was nach dem Neubau mit dem alten Gebäude passieren soll, konnten die Verantwortlichen noch nicht sagen. Befürchtungen in puncto Verkehrsprobleme räumt man bereits im Vorfeld aus: „Der Baustellenverkehr wird strikt vom Patientenverkehr getrennt werden“, so René Schnedl, Geschäftsführer der KRAGES.

Bis 2018 soll die Planung endgültig abgeschlossen und die Ausschreibung an ein Generalunternehmen draußen sein. Der Start für den Neubau ist aber noch ungewiss.

300 Betten wird das neue Spital haben.  |  zVg

„Das neue Schwerpunktkrankenhaus Oberwart wird in den 2020er Jahren eröffnet. Hürden sind leider nie auszuschließen, aber ich werde mich darum kümmern, dass die Daumenschrauben eng gedreht werden, um den Bau so rasch wie möglich umsetzen zu können“, verspricht Darabos.

Während der Landesrat anmerkt, er hätte sich von der Stadt Oberwart eine bessere Zusammenarbeit gewünscht, kritisiert ÖVP-Bürgermeister Georg Rosner mangelnde Transparenz und warnt vor einem „Umsetzungs-Desaster“. Gegenüber der BVZ betonte Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ), dass die Kosten streng einzuhalten seien. Er fordert eine „Preis-, Zeit- und Qualitätsgarantie“.