Erstellt am 09. Januar 2014, 00:00

von Vanessa Bruckner

2014: Sanierung steht an. Pinkafeld / Die Werkstätten der Landesberufsschule Pinkafeld sind veraltet und platzen aus allen Nähten. Pläne sind eingereicht. Start für 2014 geplant.

Veraltet. Seit den 1960er Jahren wurden die Werkstätten der Schule nicht mehr renoviert. Foto: zVg  |  NOEN, zVg
Von Vanessa Bruckner

„Firmen schicken keine Lehrlinge mehr zu uns, weil die Bedingungen für eine hoch qualifizierte Ausbildung nicht mehr zu 100 Prozent gegeben sind“, bringt es der Direktor der Landesberufsschule Pinkafeld, Rudolf Höfler, auf den Punkt.

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Die Problematik: Die bauliche Substanz der Werkstätten in seiner Schule sind veraltet und es herrscht seit Jahren akuter Platzmangel.

Rund 1.050 Lehrlinge besuchen die Berufsschule für Hafner, Maurer, Metalltechniker, KFZ-Techniker, Tischlerei und Zimmerei. Die technische Ausstattung wiederum sei top, aber, so Höfler, „das hilft nichts, wenn die Räumlichkeiten dafür nicht da sind.“

Umbau wird zur unendlichen Geschichte

Seit den 1960er Jahren wurden die Werkstätten der Bildungseinrichtung nicht mehr renoviert. Jetzt soll es endlich so weit sein. „Es gibt bereits ein fertiges Konzept für die Modernisierung unserer Werkstätten, es fehlt nur mehr der dafür notwendige Beschluss der Landesregierung“, informiert Direktor Höfler. „Die Pläne und der Wille dazu sind vorhanden“, bestätigt Gerald Kögl von der zuständigen Abteilung II.

Eigentümer des Schulgebäudes ist die Beteiligungs- und Liegenschafts- GmbH (BELIG), welche mit den notwendigen Planungen vom Land, das wiederum als Mieter der Liegenschaft fungiert, beauftragt wurde.

Metalltechniker mit tollen Abschlussprojekten

Warum sich der Startschuss für die Bauarbeiten seit Jahren hinzieht, erklärt Anton Grosinger von der BELIG wie folgt: „Die Berufsschule ist im alten Schloss von Pinkafeld untergebracht, daher galt es, die Bedingungen des Denkmalschutzes in puncto Umbau zu erfüllen. Das hat eben gedauert, bis diesbezüglich alles gepasst hat. Wir sind allerdings zuversichtlich, dass wir im heurigen Jahr mit den Bauarbeiten beginnen und diese auch noch 2014 abschließen können.“

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Den baulichen Missständen zum Trotz präsentierten die vierten Klassen der Metalltechniker auch heuer wieder ihre Abschlussprojekte und diese konnten sich sehen lassen.

„Die Schüler haben ihre Abschlusswerkstücke wochenlang selbst kalkuliert, geplant und gefertigt“, informiert Lehrbeauftragter Sascha Stoff nicht ohne Stolz.
 

Chronologie

Das erste Konzept für einen Umbau wurde bereits im Feber 2008 beim Land eingereicht. Ein überarbeitetes Konzept folgte erst Mitte 2011 zur Einreichung.

Ende 2012 wurden weitere umfangreiche Erhebungen vom Land angefordert. Ziel: im März 2013 einen Grundsatzbeschluss im Land zu fassen. Das geschah nicht.

Beim 9. Entwurf war man auch von seiten des Landes zufrieden. Im Oktober 2013 waren alle notwendigen Unterlagen vorhanden. Entscheidung liegt nun beim Land.