Erstellt am 09. März 2016, 05:24

von Michael Pekovics

„30er“ für die Stadt?. Bürger beschweren sich über Verkehrsbelastung und Raser. Die Politik überlegt jetzt Maßnahmen für mehr Ruhe und Sicherheit.

 |  NOEN, Erwin Wodicka
Das Verkehrsaufkommen in der Bezirkshauptstadt nimmt von Tag zu Tag zu. Umso beliebter werden die sogenannten „Abschneider“, um den Verzögerungen auf den Hauptverbindungen aus dem Weg zu gehen.

Misik: „Würde auch das Tafel-Chaos beseitigen“

Besonders betroffen davon ist die Ambrosigasse, wo Pkw-Lenker immer wieder mit weit mehr als der erlaubten 50 km/h unterwegs sind.

Sowohl Bürgermeister Georg Rosner (ÖVP) als auch Vize und Polizeibeamter Dietmar Misik (SPÖ) kennen die Problematik. „In diesem Bereich ist es ganz schlimm, wir werden – so wie auch im Sommer – seitens der Exekutive verstärkt darauf achten.“

Im Zuge der aktuellen Diskussion schlägt Misik in seiner Funktion als Vorsitzender des Verkehrsausschusses eine „30er“-Zone für das gesamte Stadtgebiet mit Ausnahme der Hauptverbindungen vor: „Damit wäre auch das Tafel-Chaos in der Stadt beseitigt und die Verkehrssicherheit würde steigen.“

Rosner warnt: „Müssen auf Untergrund achten“

Misik schwebt außerdem eine Begegnungszone für die Hauptstraße vor. „Das wäre ohne große finanzielle Mittel umsetzbar, wir werden im Ausschuss einige Dinge ansprechen.“

Stadtchef Georg Rosner kennt die Problematik, steigt aber auf die Bremse: „In der Ambrosigasse ist es wirklich ein Wahnsinn, da gibt es einige Überlegungen dazu. Aber generell müssen wir zuerst auf den Untergrund, also Wasser und Kanal, achten. Außerdem ist die Hauptstraße ja Landesstraße, da können wir vorerst gar nichts machen.“

Seitens der FPÖ kommt zustimmendes Abwarten: „Wenn ausreichend Parkplätze bleiben und das Stadtbild schöner wird, wäre das eine Überlegung“, sagt Verkehrssprecher Werner Knopf. Auch die Grüne Umweltgemeinderätin Maria Racz steht den Plänen aufgeschlossen gegenüber, aber nur, wenn „Misik konstruktiv zusammenarbeitet und ein Konzept mit Hand und Fuß vorlegt.“